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Würzburger Gastronomen fürchten Einbußen durch Alkoholverbot | BR24

© picture alliance/A. Schuhmann

Auf der Alten Mainbrücke aber auch weiten Teilen der Innenstadt gilt ein nächtliches Alkoholverbot. Gastronomen fürchten Einbußen.

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    Würzburger Gastronomen fürchten Einbußen durch Alkoholverbot

    Es ist ein harter Schlag für die Gastronomie. Die Stadt Würzburg hat wegen zuletzt steigender Corona-Zahlen ein Alkohol- und Bewirtungsverbot erlassen. Es gilt täglich ab 22 Uhr in der Innenstadt. Gastronomen sind verärgert.

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    Die Stimmung unter den Würzburger Gastronomen war schon einmal besser. Wegen steigender Corona-Zahlen hat die Stadt Würzburg ein nächtliches Alkohol- und Bewirtungsverbot in der Innenstadt erlassen. Das hat vor allem Auswirkungen auf die Restaurants und Bars: In der Innenstadt dürfen Gastronomen ab 22 Uhr weder Alkohol ausschenken noch Speisen verkaufen. Die Reaktionen sind teils verärgert.

    Corona-Regeln seien schwer umsetzbar

    Anette Hollerbach vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Bayern sagt, die Einhaltung der Beschränkungen sei zwar wichtig – aber für die Gastronomie schwierig. Tische seien massenhaft storniert worden. Jetzt sei wichtig, dass die Gastronomie, die Hotellerie und die Stadtverwaltung zusammenhielten und ein vernünftiges Konzept für die nächsten Monate ausarbeiteten.

    Würzburger Wirte fürchten Umsatzeinbußen

    Enio Epifani, Geschäftsführer des Restaurants "La Rustica" in der Karmelitenstraße, kann die neuen Beschränkungen nicht nachvollziehen. "Fakt ist: Wir haben keine Belege dafür, dass die Gastronomie an diesen Zahlen schuld sein soll", sagt er. Wegen des schönen Wetters haben die Gäste lange draußen sitzen können. "Die Beschränkung ab 22 Uhr ist für uns eine starke Einschränkung im Umsatz."

    Ähnliche Bedenken hat Harald Rauenbusch, Geschäftsführer der Studentenkneipe "Standard". Der meiste Umsatz werde am späten Abend generiert. Er fürchtet: Wenn sich diese Beschränkungen noch lange hinziehen, wird es schwierig für ihn und den Rest der Würzburger Gastronomie.

    Jusos sprechen von "Symbolpolitik"

    Kritik kommt auch aus der Politik. Die Würzburger Jusos befürchten, dass Leute, die feiern wollen, ihre Treffen jetzt einfach ins Innere verlegen. Dabei sei die Ansteckungsgefahr unter freiem Himmel deutlich geringer, so der Vorsitzende der Jusos Würzburg, Andre Fleck: "Wir halten das Alkoholverbot an bestimmten Orten in der Innenstadt für Symbolpolitik. Vielmehr sollte die Stadt endlich Alternativen schaffen, sich draußen unter Einhaltung des Mindestabstands treffen zu können."

    Die Jusos fordern stattdessen neutrale Ansprechpartner der Stadt, die auf die Einhaltung der Mindestabstände hinwirken sollen. Viele Treffpunkte hätten zudem seit Monaten geschlossen, was zu Verdrängungseffekten in den öffentlichen Raum führe.

    Alkoholverbot um Coronavirus einzudämmen

    Die Stadt Würzburg hatte verfügt, dass im vom Ringpark umgrenzten Innenstadtbereich sowie im Alten Mainviertel bis zur Talavera die Abgabe und der Verzehr von Speisen und Getränken ab 22 Uhr bis zum nächsten Morgen im Innen- und Außenbereich untersagt ist.

    Gleichzeitig hat die Stadt für den gesamten Grünflächen- und Straßenbereich entlang des Maines vom Graf-Luckner-Weiher über die Mainwiesen und den Mainkai sowie der Alten Mainbrücke und dem Kranenkai bis zum Parkplatz Alter Hafen ein Alkoholverbot ausgesprochen. Ab 22 Uhr ist es dort verboten, Alkohol zu verzehren oder auch nur dabei zu haben, um ihn dort zu trinken.

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