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Pico-Satellit "Uwe 4"
© Universität Würzburg - Lehrstuhl für Informatik VII - Robotik und Telematik

Autoren

Pirmin Breninek
© Universität Würzburg - Lehrstuhl für Informatik VII - Robotik und Telematik

Pico-Satellit "Uwe 4"

"Uwe 4" soll ab sofort sechs Mal täglich für etwa zehn Minuten Kontakt zur Bodenstation in Würzburg aufnehmen. "Uwe 4" soll etwa ein Jahr lang um die Erde kreisen. Der Kleinst-Satellit trägt ein elektrisches Triebwerk, mit dem er seine Laufbahn im Orbit ändern kann. In der Klasse der sogenannten "Pico-Satelliten", bis zu einem Gewicht von einem Kilogramm, sind die Würzburger Forscher die ersten, denen das gelungen ist.

"Insofern ist dies ein neuer Meilenstein für die Welt der Kleinstsatelliten, der gemeinsam mit den Partnern von der Technischen Universität Dresden realisiert wurde." Professor Klaus Schilling vom Lehrstuhl für Robotik und Telematik

Den Wissenschaftlern dient "Uwe 4" vor allem als Prototyp: Die Forscher wollen an ihm die neue Antriebstechnik für zukünftige Satellitengenerationen testen. Künftige Klein-Satelliten sollen sich dann etwa mit anderen Kleinst-Satelliten vernetzen können und wie in einem Verbund zusammenarbeiten. Dadurch wäre es zum Beispiel möglich Wetterphänomene wie Vulkanaschewolken besser zu erforschen. Das Team um Professor Klaus Schilling plant bereits 18 weitere Satelliten.

Hintergrund

Der Kleinst-Satellit "Uwe 4"ist ein Projekt einer Forschungsgruppe der Universität Würzburg. "Uwe 4" ist bereits der vierte Satellit, den Würzburger Wissenschaftler um Klaus Schilling seit 2005 ins All geschickt haben.