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Mehr Menschen in die Innenstadt bringen: Das ist das Ziel der Händler der Eichhornstraße in der Würzburger Innenstadt. Sie haben in Zusammenarbeit mit einer Apotheke ein Corona-Testzelt aufgestellt.

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Würzburger Einzelhändler organisieren Corona-Testzelt

Mehr Menschen in die Innenstadt bringen, das ist das Ziel der Händler der Eichhornstraße in der Würzburger Innenstadt. Sie haben in Zusammenarbeit mit einer Apotheke ein Testzelt aufgestellt. Dort werden kostenlose Corona-Schnelltests durchgeführt.

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Von
  • Julia Kuhles
  • BR24 Redaktion

"Die Corona-Tests vor dem Shopping werden noch lange bleiben und zur Normalität werden", sagt Sandra Lemmich. Sie ist Inhaberin eines Modegeschäfts in der Würzburger Innenstadt. Die Händler in der Eichhornstraße wollen wieder mehr Kunden in die Innenstadt locken. Um das zu erreichen haben sie in Eigeninitiative vor Ort ein Testzelt errichtet. In Zusammenarbeit mit einer Apotheke werden dort nun kostenlose Corona-Schnelltests angeboten.

Corona-Tests per Online-Anmeldung oder spontan

Am schnellsten geht der Test nach vorheriger Online-Anmeldung, aber auch spontan sind in dem Zelt Corona-Tests möglich. Das Ergebnis kommt nach 15 Minuten digital aufs Handy. Ansonsten gibt es gegen eine Gebühr von zwei Euro auch ein gedrucktes Zertifikat. Die Schnelltests werden per Nasenabstrich in der vorderen Nasenmuschel gemacht, heißt es der Apotheke, die das Testzelt betreibt. Auch Kinder ab drei Jahren können getestet werden. Etwa 40 Tests pro Stunde seien dort möglich.

Händler wollen Abläufe ausprobieren

Obwohl in Würzburg wegen der Inzidenzwerte momentan nur "Click und Collect" möglich ist, hat sich die "Interessengemeinschaft 'Die Eichhörnchen' – Würzburgs Neue Mitte" trotzdem dazu entschieden, das Testzelt zu starten. "So können wir Abläufe ausprobieren und außerdem brauchen die Friseure ja auch negative Tests", erklärt Sandra Lemmich. Sie hofft, dass in Würzburg vielleicht schon Ende der Woche die Geschäfte wieder öffnen dürfen. Wenn auch am Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz unter 150 liegt, wäre ab Donnerstag gemäß der Bundes-Notbremse wieder Einkaufen mit Terminvereinbarung – das sogenannte Click & Meet – und negativem Corona-Test möglich.

Ladenbesitzerin blickt positiv in die Zukunft

Trotz all der Widrigkeiten blickt Sandra Lemmich positiv nach vorne. Seit fünf Jahren hat sie ihre Boutique, beschäftigt dort mittlerweile 15 Mitarbeiterinnen. Sie ist umtriebig und will nichts unversucht lassen. Als Lemmich ihr Modegeschäft im März per Click & Meet und negativem Corona-Test öffnen durfte, baute sie im Garten hinter ihrer Boutique kurzerhand eine eigene Teststation auf. Mehr als 500 Selbst-Tests hatte sie auf eigene Kosten für ihre Kunden besorgt. Ihr Einsatz wurde belohnt: "Das war der umsatzstärkste März seit Bestehen des Ladens." Zwar durften immer nur zwei Kunden in ihrem Geschäft sein, allerdings haben sie und ihr Team diese so viel besser beraten können – statt wie sonst 20 Kunden gleichzeitig zu bedienen.

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