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Würzburger City: Weniger Verkehr, Luftqualität weiter schlecht | BR24

© picture-alliance/dpa

Die Würzburger Innenstadt

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    Würzburger City: Weniger Verkehr, Luftqualität weiter schlecht

    Seit zwei Wochen gilt die Ausgangsbeschränkung in Bayern. Der Touristen- und Berufsverkehr in Würzburg ist daraufhin stark zurückgegangen. Wie Messungen nun ergaben, haben sich die Luftschadstoffe in der Innenstadt jedoch kaum messbar verändert.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Trotz der vor zwei Wochen beschlossenen Ausgangsbeschränkung, die den Touristen- und Berufsverkehr in Würzburg stark zurückgefahren hat, haben sich die Luftschadstoffe in der Innenstadt kaum messbar verändert. Das teilt das Bayerische Landesamt für Umwelt auf Anfrage dieser Redaktion mit.

    Wetterverhältnisse wirkten sich negativ aus

    Dem Bayerischen Landesamt für Umwelt zufolge sei der Stickstoffdioxidgehalt in der Luft an den verkehrlich sonst hoch belasteten Standorten reduziert, jedoch sei der Rückgang der Immissionen nur gering. "Lokale Faktoren und die Meteorologie spielen begleitend zur Verringerung von Emittenten stets eine wesentliche Rolle im Hinblick auf das Ausmaß der Reduzierung", erklärte eine Sprecherin des Landesamts. So etwa habe sich mit Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März die Wetterlage geändert, die die Schadstoffkonzentration in der Luft verdünne.

    Feinstaubbelastung weiter hoch

    Dass der reduzierte Verkehr in der Stadt nur ein singulärer Einflussfaktor in Bezug zu den Luftschadstoffen sei, zeigt sich an den Feinstaubwerten: Die sind vergleichsweise hoch, weil zum einen die bodennahe Luftschicht aufgrund des Wetters keinen Austausch erfahre, zum anderen vermute man, so die Sprecherin, dass staubhaltige Luftmassen aus östlicher Richtung und aus der Sahara nach Bayern gekommen sind. Faktoren, die die Schadstoffkonzentration an den Messstationen natürlich negativ beeinflussen, aber nicht unterschieden werden können.

    Landesamt für Umwelt: Noch zu früh für verlässliche Aussagen

    Die Sprecherin betont aber, dass ein Vergleich der Schadstoffverläufe zum Jahr 2019 noch nicht belastbar möglich sei. "Erst bei Betrachtung mittlerer Konzentrationen über einen langen Zeitraum, zum Beispiel über ein Kalenderjahr bei vergleichbaren meteorologischen Verhältnissen, sind belastbare Aussagen möglich."

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