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Hoher Erlös für die Würzburger Benefizaktion #mynewface | BR24

© Thomas Berberich

Würzburger Benefizaktion #mynewface beendet

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    Hoher Erlös für die Würzburger Benefizaktion #mynewface

    Das Projekt #mynewface des Würzburger Fotografen Thomas Berberich und des Grafikers Alexander Deß ist zu Ende und erzielte einen Erlös von mindestens 22 500 Euro. 305 Personen ließen sich gegen eine Spende mit Mund-Nase-Maske fotografieren.

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    "Das ist echt mehr als erwartet" sagt der Würzburger Fotograf Thomas Berberich voller Freude. 22 500 Euro wurden bisher an Spenden zu Gunsten der Würzburger Kindertafel überwiesen. Und einige Überweisungen fehlen noch. Am letzten Tag kamen noch einmal 28 Menschen, um sich mit Maske von Tomas Berberich fotografieren zu lassen. "Es war erst befremdlich die Menschen am Eingang mit Maske abzuholen, auf dem Weg ins eigentliche Studio wurde auch schon Abstand gehalten", berichtet der Fotograf im Gespräch mit dem BR. Auch er trug eine Maske. Weil Mund und Nase verdeckt waren, wurden die Augen der Mittelpunkt des Fotos. Thomas Berberich: "Mit der Verdeckung vom Mund wird das Portraitieren ehrlicherweise sehr einfach. Viele haben bei einer Aufnahme ohne Maske das Problem mit dem Lachen, bzw. ernst gucken, mit offenem oder geschlossenen Mund. Das Alles fällt weg und das macht es für den Fotografen wirklich leicht. Somit treten die Augen noch viel präsenter ins Bild." Es habe sich keiner der Abgelichteten beschwert oder hatte irgendwelche Änderungswünsche, so Thomas Berberich. "Bei 305 Personen ist das ein Hammer und wegen Falten unter den Augen, das konnte ich schön reden."

    Die Portraitierten: vom Bischof bis zum Nilpferd

    Unter den Fotografierten waren auch Bischof Franz Jung, Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt, die neuen Würzburger Bürgermeister Martin Heilig und Judith Jörg, die frühere Landtagsabgeordnete Barbara Stamm, Fußballtrainer Bernd Hollerbach oder auch Bauchredner Sebastian Reich mit seinem Nilpferd Amanda. Aber nicht nur die Prominenz der Region war zu Gast, sondern Menschen quer durch Stadt und Umland, die von sich ein professionelles Bild für das persönliche Geschichtsbuch machen lassen wollten.

    Fotoaktion erzählt Geschichten zu den Portraits

    Die Idee dazu hatte Thomas Berberich gemeinsam mit dem Grafiker Alexander Deß. Der habe den Namen #mynewface vorgeschlagen, so Berberich. "Ich fand den Namen erst ein bisschen seltsam, aber jeden Tag wurde mein Gefühl besser und der Name ist jetzt einfach Programm." Alexander Deß programmierte die Webseite der Aktion und aktualisierte sie immer wieder. Zu den Bildern kamen auch persönliche Geschichten über die Fotografierten, die Thomas Berberich zum Bild ins Netz stellt. Inhalte, die er beim Fotografieren seiner einzelnen Gäste erfuhr oder persönliche Erlebnisse, wenn er sie vorher schon kannte. "Bei manchen bin ich nachts aufgewacht und musste schreiben, bei einigen habe ich geweint und bei anderen bekam ich eine echte Gänsehaut."

    Macher von #mynewface: "wahnsinnig zufrieden"

    Thomas Berberich erging es wie allen zu Beginn der Pandemie. Plötzlich war das Geschäft weg. Keine Arbeit, keine Aufträge. Und dann dieses caritative Projekt zu Gunsten der Würzburger Kindertafel, die in Schulen dafür sorgt, dass auch Kinder aus sozial schwierigen Familien ein Frühstück bekommen. Sein Fazit: "Das Projekt hat in meinem bisherigen Berufsleben einen herausragenden Stellenwert. Obwohl ich keinen Euro daran verdient habe. Ich habe keine einzige Rechnung geschrieben und hatte kein schlechtes Gefühl in dieser Zeit und habe es auch jetzt nicht." Das Projekt habe ihn "so wahnsinnig zufrieden" gemacht: "Ich habe daraus gelernt, wenn irgendwie nichts geht, dann lass dir etwas einfallen, suche dir Mitstreiter oder mach es alleine und fange an!"

    Ergebnis der Aktion: Poster, Buch, Ausstellung

    Bei der Würzburger Kindertafel sind alle begeistert von dieser Unterstützung und sehr dankbar. Die Fotoaktion ist abgeschlossen, aber Thomas Berberich und Alexander Deß haben noch einige Ideen mit den Portraits. So wird ein Gesamtposter aller 305 Portraits gedruckt, eine Ausstellung der Bilder ist geplant und auch ein Fotobuch. Damit kann noch einmal ein guter Erlös aus diesem in dieser Form einmaligen Projekt der Würzburger Kindertafel gespendet werden.

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