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Alles zur Maskenpflicht

Würzburger AWO-Seniorenheim separiert Nicht-Infizierte | BR24

© picture-alliance/dpa

Seniorenheim der AWO in Würzburg

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    Würzburger AWO-Seniorenheim separiert Nicht-Infizierte

    Nun sind die Corona-Testergebnisse da für alle Mitarbeiter und Bewohner des Würzburger AWO-Seniorenheims Hans-Sponsel-Haus: 36 Bewohner und neun Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet. Vier Bewohner sind an den Folgen des Virus verstorben.

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    Im Würzburger Hans-Sponsel-Haus sind inzwischen vier Bewohner an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die drei neuen Verstorbenen hätten mehrere Vorerkrankungen gehabt, erklärte Ulrike Hahn von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Würzburg. Ein 84-jähriger Mann sowie eine 87-jährige Frau sind am Montag verstorben, eine weitere 91-Jährige heute Morgen. Alle verstorbenen Bewohner hatten Vorerkrankungen. Insgesamt 36 Bewohner des AWO-Seniorenheims und neun Mitarbeiter haben sich mit dem Virus angesteckt.

    Alle Wohnbereiche des Heims in Würzburg betroffen

    Am Samstag waren alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter der Einrichtung auf das Coronavirus getestet worden. Das Ergebnis: Alle vier Wohnbereiche sind betroffen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt hat Hahn deshalb nun beschlossen, einen der Wohnbereiche zu separieren und dort nur diejenigen unterzubringen, bei denen der Coronavirus-Test negativ ausfiel. Anders als es kürzlich im vom Corona-Virus besonders betroffenen Seniorenheim St. Nikolaus der Würzburger Stiftung Bürgerspital geschehen ist.

    Große Herausforderung für Mitarbeiter

    Die Mitarbeiter wurden in zwei Teams getrennt: Das eine arbeitet ausschließlich im Wohnbereich der positiv Getesteten, das andere in den restlichen Wohnbereichen. Diese Entscheidung sowie die Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Schutzkleidung und Atemmasken, seien eine große Herausforderung für das Personal, das ohnehin überlastet ist. Weil nun neun Mitarbeiter zuhause in Quarantäne sind, aber sich auch weitere Pflegekräfte krank gemeldet hätten, spitze sich die Situation weiter zu, so Hahn: "Das ist jetzt eine enorme Belastung für die Mitarbeiter, die noch da sind."

    Bereiche strikt getrennt - Hilfe angefordert

    Sie habe bereits externe Hilfe angefordert, bislang sei noch niemand eingetroffen. Schon bisher seien im Hans-Sponsel-Haus der AWO umfangreiche Maßnahmen durchgeführt worden. So sei bisher ausschließlich der Neubau der Einrichtung betroffen. Der Neubau sei deshalb nun strikt vom Altbau getrennt worden, es gebe keine Kontakte mehr zwischen den beiden Bereichen. Schon vor dem von der Staatsregierung erlassenen Besuchsverbot sei in allen 17 unterfränkischen Heimen der AWO ein striktes Besuchsverbot verhängt worden.

    Mangel an Personal und Schutzmaterial

    Die im Hans-Sponsel-Haus positiv getesteten Bewohner wurden bislang isoliert in ihren Zimmern betreut, die positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Es mangele an Personal, an Schutzmaterialien und Testkapazitäten, so Hahn. Damit spitze sich die Lage in dem Heim weiter zu.