BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© picture alliance/Daniel Peter/www.danielpeter.net/dpa
Bildrechte: picture alliance/Daniel Peter/www.danielpeter.net/dpa

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt hat noch einmal seine Ankündigung wiederholt: die Stadt sei bereit, Flüchtlinge aufzunehmen.

9
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Würzburg will weiterhin Menschen aus Moria aufnehmen

Oberbürgermeister Schuchardt hat bekräftigt: Die Stadt Würzburg sei bereit, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen. Das teilte er Bundesinnenminister Seehofer mit. Schuchardt spricht von einem Zeichen "mitmenschlicher Solidarität".

9
Per Mail sharen
Von
  • Pirmin Breninek

In einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) erneut erklärt, dass die Stadt Würzburg bereit ist, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen. Wie die Stadt mitteilte, bedankte sich Schuchardt für die Ankündigung Seehofers, weitere 1.500 Migranten aus der in Brand geratenen Flüchtlingsunterkunft aufzunehmen. "Es ist mir auch persönlich ein Anliegen, in dieser lebensbedrohenden Notlage ein Zeichen mitmenschlicher Solidarität zu setzen", so Schuchardt.

Würzburg hat sich als "Sicherer Hafen" positioniert

Würzburg hatte sich als eine von über 100 Städten dem Bündnis "Sicherer Hafen" angeschlossen. Damit erklärte sich die Stadt bereit, sich in besonderer Weise für Geflüchtete einsetzen zu wollen. Schuchardt schlägt nun vor, dass sich die Verteilung der 1.500 Menschen, gemäß der jeweiligen Einwohnerzahl der Städte im Bündnis "Sicherer Hafen" berechnet.

Zusage aufgrund des Großbrandes im Flüchtlingslager auf Lesbos

Nach dem Brand in Moria hatte Schuchardt in einem BR-Gespräch gesagt, dass die Stadt Würzburg Menschen aus Moria aufnehmen würde. Die Stadt zitiert Schuchardt auch aus einem Grußwort, dass er kürzlich in der Würzburger Marienkapelle gehalten hat. Da sagte der CDU-Politiker: Die Europäische Union habe ihr Mitglied Griechenland alleine gelassen, sie habe es sehenden Auges zu der jetzigen Katastrophe kommen lassen.

"Wer einen Asylantrag stellt, hat Anrecht auf ein geordnetes und faires Verfahren. Wer als Asylberechtigter anerkannt wird oder den Flüchtlingsstatus erhält, hat feststehende Rechte. Und jeder Mensch hat Anspruch auf eine menschenwürdige Behandlung." Christian Schuchardt, Oberbürgermeister von Würzburg
© BR Fernsehen
Bildrechte: BR Fernsehen

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos hat sich Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt bereiterklärt, Menschen von dort aufzunehmen. Der Würzburger Bischof und die evangelische Pfarrerin Angelika Wagner sind ebenfalls dafür.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!