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Großer Andrang bei Abschied von Paul-Werner Scheele | BR24

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Hunderte Menschen sind Mittwochabend zur Aufbahrung des Sarges des früheren Bischofs Paul-Werner Scheele in die Würzburger Michaelskirche gekommen. Der langjährige Oberhirte war am Wochenende im Alter von 91 Jahren verstorben.

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Großer Andrang bei Abschied von Paul-Werner Scheele

Ungewöhnliche und rührende Geste am aufgebahrten Sarg des früheren Würzburger Diözesanbischofs Paul- Werner Scheele in der Würzburger Michaelskirche. Ein Unbekannter legte am Donnerstag einen schwarz-gelben Schal von Borussia Dortmund neben den Sarg.

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Bischof Scheele war immer ein bekennender Anhänger des BVB. Der Schal war sorgfältig auf den Boden im Chorraum drapiert worden. Die Aufschrift „Booorussiaa“ war sichtbar.

„Als ich ihn als Student in Rom einmal vom Flughafen abgeholt habe, war seine erste Frage nach der Landung: Wissen Sie, wie die Borussia gespielt hat?“ Dompfarrer Jürgen Vorndran

Auch in seiner Würzburger Bischofszeit gab es Fotos, auf denen Paul- Werner Scheele eine Fankappe des BVB trug.

Nach der Aufbahrung bis Freitagabend ist am Samstag um 10.30 Uhr das Requiem mit anschließender Beisetzung im Kiliansdom. Würzburgs Diözesanbischof Franz Jung feierte am Mittwochabend eine Pontifikalvesper. Eine lange Schlange von Menschen bildete sich am Ende der Liturgie vor dem Sarg des Verstorbenen, um persönlich Abschied zu nehmen. Auf dem Sarg liegt während der Aufbahrung eine Mitra sowie der persönliche Bischofsstab von Bischof Scheele. Die Krümme des Stabs zeigt nach unten und verweist so auf den erloschenen irdischen bischöflichen Dienst.

Aufbahrung nicht im Dom

Ein Evangelienbuch erinnert an die bischöfliche Aufgabe der Verkündigung und Lehre. Nach altem Brauch wird ein verstorbener Diözesanbischof außerhalb der Kathedrale in einer anderen Kirche aufgebahrt, damit die Menschen aus dem Bistum von ihm Abschied nehmen können. Zur Kirche des Würzburger Priesterseminars hatte Bischof Scheele einen besonderen Bezug: Er wohnte in den vergangenen 15 Jahren nach seiner Emeritierung neben dem Gotteshaus. Künstlerisch ausgestaltet wurde die Kirche noch während seiner Amtszeit nach seiner Idee vom befreundeten Künstler Heinrich Georg Bücker mit Motiven aus der Offenbarung des Johannes.

Trauermesse und Totenzug

Am Donnerstag feierte Weihbischof Ulrich Boom um 9.00 Uhr in Sankt Michael eine Totenmesse für Bischof Scheele, am Abend gestaltete das Würzburger Priesterseminar den Rosenkranz für den Verstorbenen. Am Freitagmorgen, 17. Mai, ist der frühere Bischof Friedhelm Hofmann Zelebrant bei der Totenmesse an gleicher Stelle. Um 18.00 Uhr beginnt der Trauerzug in Sankt Michael, bei dem unter dem Läuten der Salvatorglocke des Kiliansdoms der Sarg in die Kathedrale überführt wird. Zeitgleich läuten auch die Glocken im gesamten Bistum für 15 Minuten. Am Samstag feiert Bischof Jung um 10.30 Uhr im Dom das Requiem für Bischof Scheele gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche in Deutschland und des Bistums als Konzelebranten. Die Beisetzung in der Domkrypta schließt sich an. Zuletzt wurde dort 1979 Scheeles Vorgänger Bischof Josef Stangl beigesetzt. Der Dom öffnet am Samstag um 9.00 Uhr.

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Autor
  • Eberhard Schellenberger
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