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Würzburg startet Aktion gegen Verschwörungsmythen | BR24

© dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

Protestierende bei einer Corona-Demonstration in Berlin. Stadt und Landkreis Würzburg wollen nun über Verschwörungsmythen aufklären.

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    Würzburg startet Aktion gegen Verschwörungsmythen

    Es geht um den Umgang mit Verschwörungsmythen und Prävention dagegen. In Würzburg beginnt eine Workshop-Reihe rund um Verschwörungserzählungen. Im Fokus stehen dabei auch Corona-Proteste.

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    Von
    • Pirmin Breninek

    Häufig nehmen sie im Internet ihren Anfang. Doch die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Verschwörungserzählungen häufig in den politischen und gesellschaftlichen Alltag vordringen. Ende August mündete das zum Beispiel darin, dass Neonazis und Reichsbürger bei Corona-Protesten die Treppen vor dem Reichstag stürmten. Stadt und Landkreis Würzburg wollen nun mit einer Workshop-Reihe über Verschwörungsmythen aufklären.

    Prävention gegen Verschwörungserzählungen

    Insgesamt fünf Workshops finden innerhalb der nächsten vier Wochen im Kloster Himmelspforten statt. Das Angebot richtet sich nach Angaben der Stadt beispielsweise an die Mitarbeiter sozialer Einrichtungen. Veranstalter ist das Interkommunale Präventionsnetzwerk Radikalisierung Würzburg. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Stadt, Landkreis und weiteren Organisationen, unter anderem der Diakonie.

    Bei den Workshops soll es auch um die Demonstrationen in den vergangenen Monaten gehen: "Getragen von verschwörungsideologischem Denken ist eine Zugänglichkeit zu Fakten bei dieser neuen Art des Protesttyps nahezu unmöglich geworden. Diesen äußerst bedenklichen Entwicklungen müssen alle anderen verfügbaren demokratischen Kräfte entgegenwirken", schreiben die Veranstalter. Ziel der Workshops ist es über Präventionsstrategien zu informieren.

    Verschwörungsideologien im Islamismus und der Neuen Rechten

    Die Auftaktveranstaltung dazu findet nun am Mittwoch mit Sozialreferentin Hülya Düber, Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Thomas Eberth statt. Dabei hält ein Referent der Amadeu-Antonio-Stiftung einen Impulsvortrag. In den darauffolgenden Workshops, die bis Ende Oktober stattfinden, geht es zum Beispiel um Verschwörungsmythen in Jugendkulturen, Verschwörungsideologien im Islamismus und der Neuen Rechten.

    Wegen der Corona-Pandemie ist die Teilnahme an den Präsenzworkshops auf 25 Teilnehmer begrenzt. Die Auftaktveranstaltung und das Abschlussplenum können online verfolgt werden. Laut Stadt sind noch Plätze verfügbar. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos.

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