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Würzburg: SPD schickt Kerstin Westphal ins Rennen um OB-Sessel | BR24

© Wolfgang Siebenbürger/BR-Mainfranken

Zur Kommunalwahl 2020 schickt die Würzburg SPD Kerstin Westphal ins Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters. Bis Ende Mai gehörte die 56-Jährige dem Europäischen Parlament an. Im März 2020 wird in Würzburg ein neuer Oberbürgermeister gewählt.

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Würzburg: SPD schickt Kerstin Westphal ins Rennen um OB-Sessel

Zur Kommunalwahl 2020 schickt die Würzburger SPD Kerstin Westphal ins Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters. Bis Ende Mai gehörte die 56-Jährige dem Europaparlament an. Im März 2020 wird in der Domstadt ein neuer Oberbürgermeister gewählt.

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Die SPD in Würzburg hat heute ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Kerstin Westphal tritt als Oberbürgermeisterkandidatin an. "Ich will jetzt in Würzburg dafür sorgen, dass Menschen bezahlbare Wohnungen finden". Zudem ist eine "echte Mobilitätswende" Ziel der 56-Jährigen. Die Wege dorthin sollen im Dialog mit Bürgern entwickelt werden, so die Wahlkampfstrategie.

"Ich freue mich, dass sich die WürzburgSPD dazu entschieden hat, mich als Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl 2020 ins Rennen zu schicken. Ich will die nächste Oberbürgermeisterin der Stadt Würzburg werden." Kerstin Westphal auf Facebook

Offizielle Nominierung am 24. Juni

Westphals offizielle Nominierung wird vom Parteivorstand als Formsache gehandelt: "Der Europastadt Würzburg wird eine Oberbürgermeisterin Westphal gut zu Gesicht stehen", heißt es in einer Mitteilung. Westphal bringe nicht zuletzt aus zwölf Jahren Stadtratsmitgliedschaft in Schweinfurt kommunalpolitische Erfahrung mit, verfüge über ein starkes Netzwerk in der Region, stehe den Gewerkschaften nahe und wolle Politik für Arbeitnehmer machen, so Alexander Kolbow, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Westphal stehe für den Anspruch der SPD zu gestalten statt zu verwalten. Die Entscheidung zur Kandidatur sei bereits vor der Europawahl getroffen worden, beteuerte Kolbow. Westphals Nominierung findet im Rahmen eines außerordentlichen Parteitages am 24. Juni statt.

Umzug von Schweinfurt nach Würzburg steht an

Die Kandidatur von Kerstin Westphal sei ein "Glücksfall für Würzburg", erklärte der SPD Unterbezirk heute. Westphal stehe für eine progressive und soziale Politik, habe eine enge Beziehung zu Würzburg, wo sie selbst lange gelebt und sich auch in ihrer Zeit als EU-Abgeordnete engagiert habe. Als verheiratete Mutter zweier Kinder und gelernte Erzieherin stehe Westphal mitten im Leben. Seit nahezu 40 Jahren gehört sie nun schon der SPD an. Westphal wohnt bislang in Schweinfurt. Aufgrund des schlechten Abschneidens ihrer Partei war ihr der Wiedereinzug ins Europaparlament nicht gelungen. Im Europäischen Parlament gehörte sie den Ausschüssen für Regionalentwicklung sowie Binnenmarkt und Verbraucherschutz an. Wohnbaupolitik war einer ihrer Schwerpunkte.

OB-Wahl: Eine Frau gegen drei Männer

Die CSU will den bisherigen Oberbürgermeister Christian Schuchardt für eine zweite Amtsperiode nominieren. Die Grünen schicken ihren Kreisvorsitzenden Martin Heilig ins Rennen, der bereits dem Stadtrat angehört. Die Linke hat ihr Stadtratsmitglied Sebastian Roth nominiert.