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Würzburg: Prozess wegen Verdachts der Volksverhetzung | BR24

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Am Würzburger Amtsgericht beginnt am Dienstag der Prozess gegen vier Angeklagte, die sich im Februar 2017 mit einem fremdenfeindlichen Plakat in den Würzburger Faschingsumzug eingereiht haben sollen. Ihnen wird Volksverhetzung vorgeworfen.

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Würzburg: Prozess wegen Verdachts der Volksverhetzung

Am Würzburger Amtsgericht beginnt am Dienstag der Prozess gegen vier Angeklagte. Sie sollen sich im Februar 2017 mit einem fremdenfeindlichen Plakat in den Würzburger Faschingsumzug eingereiht haben sollen. Ihnen wird Volksverhetzung vorgeworfen.

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Laut Anklage haben sich die Angeklagten in einer Gruppe befunden, die ein Transparent bei sich führte. Darauf habe gestanden: „Wir wissen ganz genau, abschieben tut uns keine Sau“. Dazu trugen sie bunte Rastafari-Mützen und hatten sich die Gesichter schwarz angemalt. Einer der Angeklagten soll eine Maske getragen haben, auf der das Gesicht der Bundeskanzlerin Angela Merkel abgebildet war. Zudem sollen sie laut Gericht selbstgefertigtes Konfetti in die Menge geworfen haben. Darauf seien sexuelle Anspielungen aufgedruckt gewesen. Im Anschluss an den damaligen Faschingsumzug proklamierte die rechtsextremistische Partei „Der Dritte Weg“ die Aktion auf ihrer Internetseite für sich.

Unter Beobachtung von Verfassungsschutzorganisationen

Bei den Personen, die sich in den Umzug eingereiht hatten, hätte es sich um „Aktivisten“ der Partei gehandelt, hieß es in einer Stellungnahme. „Der Dritte Weg“ steht unter Beobachtung verschiedener Verfassungsschutzorganisationen. Sollten die Angeklagten wegen Volksverhetzung verurteilt werden, drohen ihnen laut Gericht Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Ein Urteil könnte bereits am Dienstagnachmittag fallen.