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Würzburg: Planungen für Straßenbahn-Linie 6 auf der Zielgeraden | BR24

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Eine Straßenbahn in der Würzburger Juliuspromenade

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    Würzburg: Planungen für Straßenbahn-Linie 6 auf der Zielgeraden

    Die langwierigen Planungen für die neue Straßenbahnlinie 6 in Würzburg sind auf der Zielgeraden. Wie die Stadt Würzburg und die WVV nun bekannt gaben, soll das Planfeststellungsverfahren voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 zu Ende gehen.

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    Das Planfeststellungsverfahren zieht sich bereits seit sieben Jahren hin. Die neue Straßenbahnlinie hätte eigentlich schon zur Landesgartenschau im Jahr 2018 fertig sein sollen. Wegen der hohen Anzahl von Einwendungen hat sich das Projekt aber verzögert. Vor allem im Frauenland hatten sich Anwohner gegen die geplante Straßenbahn gewehrt. Diese Einwände hätten die Verantwortlichen berücksichtigt und beispielsweise beim Lärmschutz nachgebessert, hieß es heute. Allerdings müsse bei dem Projekt das Motto "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gelten, so Unterfrankens Regierungspräsident Eugen Ehmann. Bis zum Ende des Jahres können die Bürger die Pläne einsehen und weitere Kritik äußern.

    Pläne mussten nochmals überarbeitet werden

    Die Rechtslage und Anforderungen an den Bau der neuen Straßenbahn-Linie seien sehr komplex. Seit dem letzten Erörterungstermin zu dem Verfahren im Dezember 2017 hat der WVV die Pläne noch einmal überarbeitet. So musste beispielsweise eine neue Verkehrsprognose und ein Schallschutz-Gutachten erstellt werden, erklärte WVV-Chef Thomas Schäfer.

    Neue Linie soll Zentrum und Uni-Campus verbinden

    Die "Straba 6" soll den Stadtteil Frauenland und das Universitätsgelände am Hubland an das Würzburger Straßenbahn-Netz anbinden. Viele Studierende werden die neue Trasse nutzen. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) rechnet mit 28.000 Fahrgästen am Tag. Als Kosten waren zunächst etwa 80 Millionen Euro veranschlagt. Inzwischen wird mit einem dreistelligen Millionenbetrag gerechnet. "Da müssen wir mit Bundes- und Landesregierung eine angemessene Förderquote aushandeln", so Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU).