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Würzburg: Jüdische Gemeinschaft schockiert über Attentat | BR24

© picture-alliance/dpa/FrankHoermann/Sven Simon

Archiv: Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster

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    Würzburg: Jüdische Gemeinschaft schockiert über Attentat

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat auf die Nachricht vom Anschlag und der Schießerei in Halle mit Entsetzen reagiert. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster (Würzburg), äußert in einer Mitteilung tiefe Sorge.

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    Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster äußert sich in einer Pressemitteilung zum Anschlag: "Die Tat von Halle am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hat unsere Gemeinschaft auf das Tiefste in Sorge versetzt und verängstigt. Zuallererst sind wir jedoch erschüttert, dass zwei Menschen von dem skrupellosen Täter umgebracht wurden." Die jüdische Gemeinschaft spreche ihr aufrichtiges Mitgefühl den Angehörigen aus, so Schuster weiter. Ebenso sorge sich die jüdische Gemeinschaft um die Verletzten und wünsche ihnen rasche und vollständige Genesung.

    Schuster kritisiert fehlenden Polizeischutz

    "Der Täter hat versucht, in die Synagoge einzudringen, und auch der benachbarte jüdische Friedhof wurde angegriffen, so dass von einem antisemitischen Tatmotiv auszugehen ist", wird Schuster in der Mitteilung zitiert. Die Brutalität des Angriffs übersteige alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und sei für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock. Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt worden sei, sei skandalös, so der Zentralratspräsident der Juden. Diese Fahrlässigkeit habe sich jetzt bitter gerächt. Wie durch ein Wunder sei nicht noch mehr Unheil geschehen.