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Würzburg: Experten aus aller Welt tagen zum Thema Herzschwäche | BR24

© picture alliance / dpa

Modell eines menschlichen Herzens

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Würzburg: Experten aus aller Welt tagen zum Thema Herzschwäche

Fast 4 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Herzinsuffizienz. Oft ist nicht nur das Herz betroffen, sondern auch andere Organe. In Würzburg treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt zu einem zweitägigen Symposium.

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Das zweitägige Symposium "Heart Failure Interfaces" am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz in Würzburg hat am Donnerstag begonnen. Die Wissenschaftler wollen sich unter anderem damit beschäftigen, welche Auswirkungen Herzerkrankungen auf andere Organe haben können. Häufig sind nämlich nicht nur das Herz, sondern auch Nieren, Gehirn, Immunzellen betroffen. Selbst Diabetes und Krebs können mit Herzschwäche in Zusammenhang stehen.

Wenn Stress das Herz schwächt

Im Vordergrund steht das Zusammenspiel von Entzündungen, Stoffwechsel und Stresshormonen. Prof. Dr. Matthias Nahrendorf von der Harvard University in Boston (USA) erklärt das am Beispiel der Immunzellen so: "Immunzellen können das Herz beschützen oder beschädigen. Wenn wir die Mechanismen verstehen, die Entzündungen regulieren, ergeben sich neue Therapieoptionen." Die Immuntherapie für Krebserkrankungen sei dafür das beste Beispiel.

Ebenso könne eine Herzschwäche Depressionen und Gedächtnisschwäche auslösen, wie auch psychischer Stress oder ein Schlaganfall eine Herzschwäche zur Folge haben können. Weitere Themen des Symposiums sind die Regeneration von Herzzellen oder die Frage nach der Erblichkeit von Herzschwäche.

Zusammenarbeit verbessern und Nachwuchs motivieren

Das Symposium will die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern, Medizinern und Experten der Bildgebung fördern. Auf diesem Weg wollen die Forscher Diagnosen, Therapien aber auch das Verständnis der Herzinsuffizienz langfristig verbessern.

Bereits am Donnerstagvormittag, noch vor Beginn der Tagung, fand ein Karriere-Workshop statt. Damit wollen die Veranstalter junge Nachwuchsmediziner für die Arbeit in der Herz-Kreislauf-Forschung motivieren.

© BR

Fast vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an Herzschwäche. Bei vielen sind sogar noch weitere Organe geschwächt. Über Zusammenhänge mit anderen Krankheiten tauschen sich Experten beim Symposium in Würzburg aus.