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World Ranger Day: Rhöner Naturwächter suchen neue Kollegen | BR24

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World Ranger Day: Auf der ganzen Welt haben am Mittwoch Naturschutzwächter ihre Arbeit vorgestellt. Mit dabei waren auch die Ranger aus dem Biosphärenreservat Rhön. Die sind aktuell nur zweit - und suchen weitere Kollegen.

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World Ranger Day: Rhöner Naturwächter suchen neue Kollegen

Bei einem World Ranger Day haben auf der ganzen Welt am Mittwoch Naturschutzwächter ihre Arbeit vorgestellt. Mit dabei waren auch die Ranger aus dem Biosphärenreservat Rhön. Die sind aktuell nur zweit – und auf der Suche nach weiteren Kollegen.

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Gerade mal einen Steinwurf von der hessischen Landesgrenze entfernt, hatten die Rhöner Ranger zwischen Oberelsbach und Wüstensachsen ihren Infostand aufgebaut. Dort standen sie Rede und Antwort. Der Jahrestag der Ranger hat jedoch einen traurigen Hintergrund.

Jahrestag für verstorbene Ranger

Mit dem World Ranger Day wollen die Naturschutzwächter nämlich an Kollegen erinnern, die im Dienst verunglückt sind. "Solche Fälle sind mir aus Bayern nicht bekannt", sagt Michael Geier, Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle für das Biosphärenreservat Rhön. Er verweist jedoch auf befreunde Nationalparks, in denen es bereits Todesfälle gegeben hat. Es komme durchaus vor, dass Ranger bei der Verfolgung von Wilderern, die hinter Elfenbein oder Nashorn her sind, angeschossen oder sogar getötet werden. Die Aufgaben der Ranger in der Rhön sind jedoch weniger gefährlich.

Ranger pflegen Biosphärenreservat

Die Ranger achten darauf, dass die Besucher im Biosphärenreservat auf den Wegen bleiben. Sie geben Führungen oder beraten in der Landschaftspflege. Zwei Ranger gibt es derzeit in der bayerischen Rhön. In Thüringen gibt es noch keine. In der hessischen Rhön bereits sieben Stück. Die ersten wurden schon vor 25 Jahren eingestellt.

"Uns war es wichtig, dass wir im Bereich Naturschutzüberwachung, Landschaftschutzgebieteüberwachung, aber auch im Bereich Umweltbildung Schwerpunkte setzen können. Das ist angekommen bei der Politik. Dementsprechend haben wir auch Personal dafür bekommen." Thorsten Raab, Leiter der hessischen Verwaltungsstelle

Dem hessischen Vorbild will Bayern folgen: Auch im Freistaat soll es zwei weitere Ranger geben. Die Stellen sind aktuell ausgeschrieben. Voraussetzung ist eine Ausbildung oder ein Studium in einem "grünen Beruf", also Landschaftspflege oder Biologie.