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Wolfsrudel im Bayerischen Wald: "Machen uns keine Sorgen" | BR24

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Im Nationalpark Bayerischer Wald lebt mindestens ein wildes Wolfsrudel. Das ist vor kurzem dank einer Fotofalle bekannt geworden. In der Region macht man sich deswegen aber keine Sorgen.

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Wolfsrudel im Bayerischen Wald: "Machen uns keine Sorgen"

Im Nationalpark Bayerischer Wald, die tschechische Seite miteingerechnet, lebt mindestens ein wildes Wolfsrudel, eventuell auch noch ein zweites. Das ist vor kurzem bekannt geworden. In der Region bleibt man deshalb aber bisher gelassen.

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Ein Bild aus einer Fotofalle, also einer automatisch auslösenden Kamera im Wald, lieferte den Beweis: In den Wäldern rund um die Berge Falkenstein und Rachel im Bayerischen Wald leben mindestens drei wilde Wölfe. Die Menschen in der Region sehen das bisher eher gelassen, was auch daran liegt, dass man den Tieren nicht begegnet.

Wanderer bekommen Wölfe nicht zu Gesicht

Im gesamten über 90.000 Hektar großen Nationalpark, die tschechische Seite miteingerechnet, lebt mindestens ein Wolfsrudel. Letzte Woche war ein Bild aus einer Fotofalle veröffentlicht worden. Die Bürgermeisterin von Lindberg (Lkr. Regen) Gerti Menigat (Bürgerliste) macht sich keine Sorgen wegen der Wölfe. Als Wanderer sehe man diese Tiere genauso wenig wie die Luchse, sagt sie. Der Frauenauer Bürgermeister Herbert Schreiner (SPD) aus dem Kreis Regen sagt, der Wolf gehe nicht dahin, wo Menschen sind. Auch er sieht keine Probleme.

Wilde Wölfe komplett unauffällig seit fünf Jahren

Tatsächlich gibt es seit fünf Jahren Wölfe im Nationalpark und außer zwei Schafsrissen auf der tschechischen Seite, waren sie komplett unauffällig. Touristisch ist der Wolf gut für das Marketing, sagt der Geschäftsführer der Nationalpark-Ferienregion, Daniel Eder. Man müsse es nur positiv rüber bringen.

"Wir werben mit Wald-Wildnis und da gehören neben der Landschaft auch Bewohner des Waldes mit dazu." Daniel Eder, Geschäftsführer der Nationalpark-Ferienregion

DNA-Analyse kann offene Fragen klären

Wieviele Wölfe insgesamt inzwischen im bayerischen und tschechischen Nationalpark leben - ob sieben oder zehn - das muss jetzt eine DNA-Analyse herausfinden. Das nationale Referenzlabor Senckenberg untersucht gefundene Kot-, Urin- und Haarproben der Tiere. Dann steht außerdem fest, ob die drei jetzt entdeckten Wölfe ein Teil der schon bekannten Wolfsfamilie oder neu zugewandert sind. Vielleicht gehören sie auch zu einem Wolfsrudel, das mit sieben Tieren im tschechischen Nationalpark Sumawa lebt.

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