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Joachim Wolbergs im Gerichtssaal
© Armin Weigel/dpa-Bildfunk

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Marcel Kehrer
Sebastian Grosser
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Joachim Wolbergs im Gerichtssaal

Am 32. Verhandlungstag im Regensburger Korruptionsprozess um den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs geht es derzeit wieder um die Renovierungsarbeiten an einem Ferienhaus und einer Wohnung des SPD-Politikers.

Kosten wurden aufgeteilt

Als erstes sagte ein Gas-Wasser-Installateur aus, zwei Bodenleger folgen. Bisher haben alle als Zeugen geladenen Handwerker bestätigt, dass die Rechnungen für ihre Arbeiten geteilt wurden und zwar im Auftrag eines Mitarbeiters des ebenfalls angeklagten Bauträgers Volker Tretzel. Laut ihren Aussagen übernahm Tretzels Firma einen Großteil der Renovierungskosten, teils ohne vorheriges Angebot. Unklar bleibt, inwiefern Wolbergs selbst von der Splittung der Rechnung gewusst hat. Die Zeugen gaben bisher an, wegen Auftragsbestätigung und Rechnungsstellung ausschließlich mit dem Tretzel-Mitarbeiter in Kontakt gewesen zu sein.

Staatsanwaltschaft mit drei Vertretern

Spannend bleibt auch, wie sich das Verhältnis zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidiger entwickelt. Zuletzt gab es zwischen beiden Parteien heftige verbale Auseinandersetzungen. Unter anderem warf Wolbergs' Anwalt Peter Witting der Anklagebehörde vor, seinen Mandanten an den medialen Pranger zu stellen. Weiter sprach er von "einem Sauhaufen", der aufgeräumt werden müsse.

Die Staatsanwaltschaft war zuletzt mit drei statt zwei Personen im Prozess besetzt - auch heute ist das der Fall. Zusatzperson war bislang ein Oberstaatsanwalt oder eine Oberstaatsanwältin. Wolbergs bezeichnete diese am vergangenen Donnerstag als "Anstandswauwau". Die Staatsanwaltschaft will die stärkere Besetzung auch beibehalten, um das Verfahren zu ordnen, wie es hieß.