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Wolbergs-Prozess: Versöhnliche Töne vor Weihnachtspause | BR24

© Andreas Wenleder/BR

Im Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat heute der leitende Ermittler der Kriminalpolizei ausgesagt. Am Ende gab es versöhnliche Worte.

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Wolbergs-Prozess: Versöhnliche Töne vor Weihnachtspause

Im Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat der leitende Ermittler der Kriminalpolizei ausgesagt. Am Ende gab es versöhnliche Worte.

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Im Prozess gegen Regensburgs suspendierten OB Wolbergs hat am Donnerstag ein Beamter der Kiminalpolizei ausgesagt. Zuvor hatten Wolbergs und sein Anwalt die Aussage eines wichtigen Zeugen vom Vortag bewertet. Der Verdacht der Bestechung sei aus seiner Sicht mit der Aussage nicht haltbar, so Wolbergs‘ Anwalt Peter Witting zu Beginn des Prozesstages. Die Aussage zeige, dass es keine Unrechtsvereinbarung zwischen Wolbergs und dem Immobilienunternehmer gegeben habe, so Wittings Sicht auf die Aussage.

Kripo-Beamter: "Hätte mir die letzten Jahre auch einen normalen Job gewünscht"

Anschließend sagte der Beamte der Kriminalpolizei aus. Es ging dabei vor allem um Wahlkampfspenden aus dem Umfeld eines Mitangeklagten, und um das Zustandekommen einer umstrittenen Baugenehmigung. Der Kriminalhauptkommissar wurde aber von den Verteidigern auch mit Vorwürfen konfrontiert. So hatten Zeugen ausgesagt, dass ihre Aussagen nicht korrekt ins Protokoll der Vernehmungen übertragen wurden. Außerdem zitierte Wolbergs‘ Anwalt Peter Witting einen anonymen Brief, in dem der Kripo-Beamte mit dem Satz zitiert wird: "Den machen wir fertig!". Der Ermittler wies diese Vorwürfe zurück und sagte, dass er den Fall stets neutral, ohne Ansehen der Person, angegangen sei. "Glauben Sie mir, ich hätte mir die letzten drei Jahre auch einen normalen Job gewünscht. Niemand war begeistert dieses Verfahren zu führen", sagte der Zeuge.

Versöhnliche Töne am letzten Verhandlungstag des Jahres

Wolbergs ging nach der Vernehmung noch mal auf diese Aussage ein. Er sehe, dass das Verfahren auch für den Polizisten eine Belastung sei. Der habe "auch gelitten wie ein Hund", so Wolbergs. Er werde deshalb nochmal beim Ermittler anrufen, um darüber zu sprechen, so Wolbergs in einer versöhnlichen Erklärung am letzten Verhandlungstag vor Weihnachten.