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Wolbergs-Prozess: Tretzels persönliche Verhältnisse im Fokus | BR24

© pa/dpa/Peter Kneffel

Immobilien-Unternehemr Volker Tretzel (li.) und der suspendierte OB Joachim Wolbergs: Die beiden stehen seit September vor Gericht.

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    Wolbergs-Prozess: Tretzels persönliche Verhältnisse im Fokus

    Die Beweisaufnahme im Regensburger Korruptions- und Parteispendenprozess geht weiter: Heute muss der mitangeklagte Immobilieninvestor Volker Tretzel Auskunft geben über seine persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

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    Im Prozess um die Regensburger Korruptions- und Parteispendenaffäre stehen am Montag (8.4.) die persönlichen Verhältnisse des mitangeklagten Immobilien-Unternehmers Volker Tretzel im Zentrum. Auch die finanzielle Situation des Unternehmers wird dabei beleuchtet. Das ist für das Gericht wichtig, denn das Einkommen könnte bei der Festsetzung einer möglichen Geldstrafe eine Rolle spielen.

    In dem Prozess vor dem Regensburger Landgericht müssen sich seit Herbst letzten Jahres der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD), Immobilienunternehmer Tretzel und zwei weitere Angeklagte wegen möglicher Korruptionsvergehen und Verstößen gegen das Parteiengesetz verantworten. SPD-Politiker Wolbergs soll aus dem Umfeld von Tretzel mehr als 450.000 Euro an Spenden für seinen OB-Wahlkampf erhalten haben.

    Jahrelanges Engagement beim Jahn

    Volker Tretzel hat mit seiner Immobilien-Firma den Wohnungsbau in Regensburg in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt. Der 76 Jahre alte Unternehmer lebt zurückgezogen in Regensburg. Über viele Jahre war Tretzel Mäzen und Mehrheitseigner beim heutigen Fußballzweitligisten Jahn Regensburg. 2017 verkaufte er seine Anteile an dem Profi-Fußballverein. Tretzels Verbindungen zum Jahn spielten auch im laufenden Korruptionsprozess eine Rolle.

    Urteil fällt erst im Sommer

    In dem Verfahren geht es unter anderem um die Frage, ob diese Spenden bei der Vergabe eines großen Bauprojektes an Tretzel eine Rolle gespielt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Tretzel außerdem vor, die Herkunft der Spenden mit Hilfe eines Strohmannsystems verschleiert zu haben.

    Ein Urteil in dem Prozess soll nach den aktuellen Planungen des Landgerichts Ende Juni oder Anfang Juli fallen.