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Wohnungswirtschaft fordert bessere Voraussetzungen | BR24

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Handwerker stehen in einem Haus in einer Wohnsiedlung

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Wohnungswirtschaft fordert bessere Voraussetzungen

Der Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen forderte bei einem Treffen in Nürnberg weitere Verbesserungen beim Wohnungsbau. Zugleich übte er scharfe Kritik am Berliner Mietendeckel. Nur Neubau helfe gegen Wohnungsmangel, so Verbandschef Maier.

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Der Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen, VdW Bayern, fordert einen Stopp der Baukostensteigerungen, attraktive Wohnraumförderung, bezahlbares Bauland und die Ablehnung eines Mietendeckels.

Nur Neubau hilft gegen Wohnungsmangel

Die Wohnraumkrise sei nur durch Neubauten zu überwinden, so der VdW Bayern bei einem Treffen in Nürnberg. Dafür müssten jedoch die Rahmenbedingen weiter verbessert werden. Im laufenden Jahr würden allein die 66 Mitgliedsunternehmen aus Mittelfranken 140 Millionen Euro für Neubauprojekte in die Hand nehmen. Städte wie Erlangen, Nürnberg und München hätten ehrgeizige Wohnungsbauprogramme aufgelegt. "Diese Unternehmen müssen gestärkt und nicht gebremst werden", so Verbandsdirektor Hans Maier.

Erste Schritte in die richtige Richtung seien die angekündigten Reformen zum bayerischen Baurecht. Beispiel dafür sei eine schnelle Erteilung von Baugenehmigungen. Im September haben dies Staatsregierung und kommunale Spitzenverbände vereinbart.

"Kürzung der Fördermittel ist falsches Zeichen"

Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2020 sähe gleichzeitig eine Reduzierung der Wohnraumfördermittel um 500 Millionen Euro und damit um mehr als 30 Prozent vor. Dies sei in der aktuellen Situation das falsche Zeichen“, kritisiert Maier. Stattdessen fordert er einen Klimazuschuss für den Wohnungsbau. Denn für die Klimaziele der Bundesregierung im Gebäudebereich gebe es noch keine klare Finanzierung. Im VdW Bayern sind 480 sozial orientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 350 Wohnungsgenossenschaften und 964 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 525.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Wohnungswirtschaft fordert bessere Voraussetzungen

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Den geplanten Mietendeckel in Berlin will München sich nicht zum Vorbild nehmen. Der Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen betonte heute in Nürnberg: Die Wohnraumkrise sei nur durch Neubauten in den Griff zu bekommen.