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Wohin mit dem Klärschlamm? Tagung in Würzburg | BR24

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Zwei Faultürme einer Kläranlage

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Wohin mit dem Klärschlamm? Tagung in Würzburg

In Würzburg haben am Dienstagvormittag die "Klärschlammtage" begonnen. 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland sind dazu angereist. Allein in Bayern fallen pro Jahr 270.000 Tonnen Trockenmasse aus Klärschlamm an.

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Das Problem: Seit 2017 darf der Klärschlamm nur noch unter besonderen Voraussetzungen auf Feldern ausgebracht werden. Wohin also mit all dem Klärschlamm - das ist heute die Frage bei der Fachtagung in Würzburg. 2017 war erst die Düngeverordnung und dann die Klärschlammverordnung geändert worden. Seitdem gelten strengere Richtlinien. Kommt Klärschlamm auf Feldern zum Einsatz, steigt die Nitratbelastung. Das wiederum belastet das Grundwasser stark.

© Pirmin Breninek/BR-Mainfranken

Getrockneter Klärschlamm in einer Halle

Verbrennung oder Recycling möglich

Viele Kläranlagen stehen deshalb vor dem Problem, wie sie den Schlamm entsorgen sollen – bayernweit sind das etwa 270.000 Tonnen Trockenmasse pro Jahr. Die Entsorger liefern den Schlamm zum Beispiel an Müllheizkraftwerke oder Zementwerke. Allerdings wird es immer schwerer, Abnehmer zu finden. Sogenannte Monoverbrennungsanlagen, die für die Klärschlammverbrennung spezialisiert sind, gibt es nur wenige in Bayern. Knapp die Hälfte des anfallenden Klärschlamms muss deshalb in andere Bundesländer transportiert werden - kostspielig per LKW. Außerdem geht es um Recycling-Verfahren. Das Ziel: aus Klärschlamm Rohstoffe wie zum Beispiel Phosphor oder Benzin zu gewinnen.

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Autor
  • Pirmin Breninek
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