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Noch einmal großer Besucherandrang herrschte am Wochenende im Fichtelgebirge. Wintersportler aus Oberfranken aber auch auffallend viele aus Mittelfranken besuchten die nordbayerische Wintersportregion.

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Fichtelgebirge: Großer Ansturm der Wintersportler am Wochenende

Das sonnige Wetter hat am Wochenende zahlreiche Ausflügler, vor allem aus Mittelfranken, ins Fichtelgebirge gelockt. Stellenweise herrschte großer Andrang, vor allem am Ochsenkopf. Doch die Wintersportler haben sich an die Abstandsregeln gehalten.

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Von
  • Markus Feulner

Dicht auf dicht rollen die Autos durch Oberwarmensteinach. Die enge Ortsdurchfahrt ist ein Nadelöhr auf dem Weg in die Wintersport Gebiete des Fichtelgebirges. Vor allem Nürnberg, Erlangen, Fürth, Lauf und Hersbruck zeigen die Autokennzeichen, neben zahlreichen oberfränkischen Nummern.

"Halb Nürnberg ist im Fichtelgebirge unterwegs." Polizei Oberfranken

Am Ende von Oberwarmensteinach biegen die ersten auf die Parkplätze der Geiers- und Hempelsberg Skilifte ab. Die laufen zwar nicht, dafür wird auf den Skihängen jetzt gerodelt. Viele Familien mit Kindern sind mit Schlitten unterwegs oder machen auf den Kofferraumkanten ihrer Autos Brotzeit.

"Eigentlich ein Besucherandrang, wie an einem normalen Wintertag unter normalen Umständen." Ferdinand Reb, Tourismuszentrale Fichtelgebirge

Das gleiche Bild zeigt sich auf den anderen Parkplätzen: am Klausenhang in Mehlmeisel, an der Bleaml Alm in Neubau oder an den beiden Talstationen des Ochsenkopfs. Im Laufe des späten Sonntagvormittags füllen sich die Parkplätze. Der Hochnebel reißt auf und das Fichtelgebirge liegt in strahlendem Sonnenschein.

Wintersport ist im Fichtelgebirge möglich

Winterwanderer, Langläufer, Tourengeher, Skifahrer und Rodler sind an den Hängen, auf den Wegen und Loipen unterwegs. Die Loipen wurden seit den Schneefällen ab dem ersten Weihnachtsfeiertag gespurt – das ist erlaubt. Die Lifte stehen dagegen still. Auch die Gastronomie hat allenthalben geschlossen, bis auf Imbissbuden oder Angebote zum Mitnehmen.

Besucherandrang sorgt kaum für Einnahmen

Ferdinand Reb von der Tourismuszentrale Fichtelgebirge betrachtet den Besucherandrang mit gemischten Gefühlen. Gerade jetzt könnten die Hotels und Pensionen ein gutes Geschäft machen, denn die Wintersaison bringe zwischen 45 und 50 Prozent des Jahresumsatzes. Andererseits zeige sich das Fichtelgebirge in diesen Tagen als wahres Winterwunderland mit vielen Möglichkeiten – das sei ein großartiger Werbeeffekt. Er hofft, dass die Gäste deshalb wiederkommen, wenn die Corona bedingten Einschränkungen gelockert werden.

"Wir versuchen den Gästen alles zu bieten und möglich zu machen – im Rahmen des Erlaubten." Ferdinand Reb, Tourismuszentrale Fichtelgebirge

Die Ausflügler verhielten sich meist vernünftig. Auswüchse mit Wildpinklern oder Grillpartys auf den Pisten wie in anderen Wintersportregionen habe es bislang keine gegeben. Dazu trägt auch bei, dass die meisten öffentlichen Toilettenanlagen mittlerweile geöffnet sind. Vielmehr habe Ferdinand Reb den Eindruck, die Menschen würden nach dem fast schneelosen Winter des letzten Jahres, die weiße Jahreszeit heuer besonders auskosten.

Eine Rückbesinnung auf die Natur und auch die Achtung derselben durch die Touristen sei schon im Sommer zu bemerken gewesen, nun im Winter, setze sich das anscheinend fort. Dass einige Unverbesserliche ihren Müll einfach auf den Parkplätzen liegenließen sei zwar sehr ärgerlich, trübe aber das Gesamtbild nicht allzu sehr.

Abstandsregeln werden eingehalten

Verstöße gegen die Abstandsregeln oder andere Vergehen seien keine zu bemerken gewesen. Die oberfränkische Polizei war mit Streifenwagen im Fichtelgebirge unterwegs und meldete am Sonntag keine besonderen Vorkommnisse.

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Das sonnige Wetter hat am Wochenende zahlreiche Ausflügler, vor allem aus Mittelfranken, ins Fichtelgebirge gelockt. Stellenweise herrschte großer Andrang, vor allem am Ochsenkopf. Doch die Wintersportler haben sich an die Abstandsregeln gehalten.

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