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"Woche der Brüderlichkeit": Zeichen gegen Antisemitismus | BR24

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Kunstwerk "Im Gehen entsteht der Weg" zur Woche der Brüderlichkeit 2015.

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"Woche der Brüderlichkeit": Zeichen gegen Antisemitismus

Bundespräsident Steinmeier eröffnet heute die "Woche der Brüderlichkeit" in Nürnberg. Seit mehr als 65 Jahren setzt die Aktion ein Zeichen gegen Antisemitismus. In diesem Jahr bekommen gleich zwei Initiativen die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen.

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Heute um 11.30 Uhr eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die diesjährige "Woche der Brüderlichkeit" in Nürnberg. Durchgeführt wird sie von etwa 80 christlich-jüdischen Gesellschaften in Deutschland. Das Ziel der Themenwoche ist seit ihrer Einführung im Jahr 1952 klar: Sie soll ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz setzen.

Oberbürgermeister Maly: Nürnbergs Geschichte verpflichtet

Als Stadt, in der im Nationalsozialismus die "Nürnberger Rassengesetze" verabschiedet wurden und Hitler auf dem Reichsparteitagsgelände antisemitische Hetzreden hielt, trägt Nürnberg bis heute ein schweres historisches Erbe. Die "Woche der Brüderlichkeit" wird hier nach 1990 nun zum zweiten Mal eröffnet.

Diese Geschichte sei eine besondere Verpflichtung im Kampf gegen Antisemitismus, sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly vor der zentralen Eröffnungsfeier. Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto "Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindlichkeit".

Im Rahmen des Festaktes wird die Buber-Rosenzweig-Medaille für Verdienste um den jüdisch-christlichen Dialog verliehen. Sie geht in diesem Jahr an zwei Initiativen:

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus wurde 2003 gegründet. Sie ist nach Angaben des Deutschen Koordinierungsrates bundesweit einer der ersten zivilgesellschaftlichen Träger, die sich der Herausforderung gestellt haben, Konzepte für die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft zu entwickeln.

Netzwerk für Demokratie und Courage

Das Netzwerk für Demokratie und Courage feiert im kommenden Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Es ist in zwölf Bundesländern sowie in Frankreich tätig. In dem Netzwerk engagieren sich junge Menschen für eine demokratische Kultur, Zivilcourage und gegen menschenverachtendes Denken.

© picture alliance / Boris Roessler/dpa

Die Buber-Rosenzweig-Medaille 2019 wird in Nürnberg vergeben.

Zum Festakt im Nürnberger Staatstheater wird neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet.