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Fast neuneinhalb Millionen Menschen haben am Sonntagabend den Franken-Tatort "Wo ist Mike" im Ersten gesehen. Mit einem Marktanteil von 27,6 Prozent kommt die Bamberg-Ausgabe auf Platz 2 aller Franken-Fälle.

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"Wo ist Mike?": Reaktionen auf den Franken-Tatort aus Bamberg

Neuneinhalb Millionen Menschen haben den Franken-Tatort "Wo ist Mike?" verfolgt. Damit ist der Film der zweiterfolgreichste der bisher sieben fränkischen Teile der ARD-Krimi-Serie. Im Netz gibt es viel Lob für die Produktion, aber auch Kritik.

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Von
  • Thorsten Gütling

Fast neuneinhalb Millionen Menschen haben am Sonntagabend den Tatort "Wo ist Mike?" aus Bamberg gesehen. Nach offiziellen Angaben der ARD ist das ein Marktanteil von fast 28 Prozent. Der Film hat damit so viele Zuschauer vor den Fernsehgeräten vereint, wie kaum eine andere Tatort-Produktion aus Franken zuvor. Und dennoch: Im Internet gehen die Meinungen über den insgesamt siebten Franken-Tatort weit auseinander.

Fans und Kritiker des Bamberger Tatorts halten sich auf der Facebook-Seite des Studio Franken die Waage. Unter anderem Schauspieler Sylvester Groth, der den Tatverdächtigen Rolf Glawogger spielt, hat es dem ein oder anderen Krimi-Fan angetan. Von einem "endlich mal wieder spannenden und realistischen Tatort" und einem "brillanten" Sylvester Groth, spricht zum Beispiel BR24-Leserin "Pi Pla".

Kommissare im Franken-Tatort gefallen den Zuschauern

Grundsätzlich sind es die Schauspieler rund um die Ermittler Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel, die zu gefallen wissen: "Gute Story. Hervorragende Story. Exzellente Schauspieler. Herausragende Leistungen. Erfrischend, unterhaltsam", findet Achim Dorrenbach. Alles in allem ein "richtig guter Tatort", findet auch Achim Gerber. Und Regina Keller schreibt: "Sehr dicht und intensiv gespielt. Ich mag das Spiel von Hinrichs und Manzel."

Geträumter Suizid sorgt für Verwirrung bei Tatort-Fans

Einzig eine Stelle des Films, in der sich die Ermittlerin Paula Ringelhahn einen Selbstmord des Tatverdächtigen Glawogger ausmalt, sorgt auch unter Befürwortern des Films für Kritik. Ob sich der Suizid tatsächlich zugetragen hat oder nur geträumt wurde, sei vielen zu lange unklar geblieben.

Neben dem bereits häufiger als überzogen kritisierten Dialekt der Figuren sorgt diesmal die Tatsache, dass weite Teile des Films in der Nacht spielen, für Verärgerung. BR-Leserin Sabine Jonel deutet das als ein Zeichen dafür, dass es in Franken in den Augen der Tatort-Macher nur wenig Sehenswertes gebe.

Andere kritisieren die von ihren Fans gefeierten Charaktere: "Die Franken Tatorte sind nicht so toll. Mir gefallen die Charaktere nicht", schreibt Antje Bamberg auf Facebook. Und auch die Geschichte um den vermissten fünf Jahre alten Mike, der leblos in einem Holzschrank gefunden wird, stößt nicht ausnahmslos auf Gegenliebe: "Gesehen und für schlecht empfunden. Sehr schade für Franken. So ein Schmarrn", findet zum Beispiel BR24-Leserin Jutta Windschuh-Hertel.

Acht Monate Drehpause wegen Corona-Pandemie

Die Dreharbeiten zu "Wo ist Mike?" fanden unter besonders widrigen Umständen statt. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Arbeiten rund acht Monate pausieren. Erste Ende November 2020 waren alle Bilder im Kasten. Nur wenige Wochen später liefen bereits die Dreharbeiten für den achten Franken-Tatort an. Spielen wird der in Nürnberg.

Thiel und Boerne sind die beliebtesten Tatort-Kommissare

Mit rund neuneinhalb Millionen Zuschauer ist "Wo ist Mike?" der zweiterfolgreichste der bislang sieben fränkischen Tatort-Filme. Der erste Teil der Serie wurde am 12. April 2015 ausgestrahlt und trug den Titel "Der Himmel auf Erden". Er zählte über zwölf Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von fast 34 Prozent.

Ganz mithalten mit den Zuschauerzahlen, die die Tatort-Kommissare aus Münster vor die Bildschirme locken, können die fränkischen Ermittler aber nicht. Dem Statistik-Portal "Statista" zufolge sind Thiel und Boerne aus Münster mit durchschnittlich fast 13 Millionen Zuschauern die beliebtesten Tatort-Ermittler. Schürk und Hölzer aus Saarbrücken locken im Durchschnitt rund zehneinhalb Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte und belegten damit Platz zwei im Ranking. Es folgt das Kölner Duo Ballauf und Schenk mit knapp zehn Millionen Zuschauern pro Folge.

Überdurchschnittlich viele Zuschauer sehen "Wo ist Mike?"

Die fränkischen Ermittler liegen demnach mit rund 8,7 Millionen Zuschauer pro Folge nur auf dem elften Platz der beliebtesten Tatort-Kommissare, allerdings noch vor den Münchnern Batic und Leitmayr, die auf durchschnittlich 8,5 Millionen Zuschauer kommen.

Die Krimi-Reihe Tatort gibt es seit 50 Jahren. Der Bamberger Tatort ist noch bis 16. November in der ARD-Mediathek zu sehen.

© BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden
Bildrechte: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden

Fast neuneinhalb Millionen Menschen haben am Sonntagabend den Tatort "Wo ist Mike?" aus Bamberg gesehen.

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