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Zurück im Präsenzunterricht: Das gilt nach den Pfingstferien für viele Schülerinnen und Schüler in Bayern.

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    Corona und Schule: Wo in Bayern Präsenzunterricht möglich ist

    Bei einem Inzidenzwert unter 50 kann Regelunterricht im Klassenzimmer stattfinden - Test- und Maskenpflicht gelten aber weiter. Hier finden Sie den Überblick, was aktuell für die Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Ihrem Landkreis gilt.

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    Von
    • Monika Haas
    • Claudia Kohler

    In den meisten bayerischen Landkreisen hat nach den Pfingstferien wieder ein regulärer Schulunterricht begonnen - gemäß den neuen Regelungen der 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Eine Ansteckungsgefahr im Klassenzimmer sollen Corona-Tests verhindern, die weiterhin zweimal pro Woche vorgeschrieben sind. Nur mit negativem Testergebnis können Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen, dasselbe gilt für Lehrkräfte. Die Testergebnisse aus der Schule sind auch darüber hinaus gültig, also zum Beispiel für das Fußballtraining am Abend.

    Vereinfachte Regelungen für die kommenden Wochen

    Die aktuellen Regelungen, die für alle Schularten und auch alle Kinderbetreuungseinrichtungen gelten, richten sich weiter nach der regionalen 7-Tage Inzidenz. Dabei ist entscheidend: Eine niedrigere Regelstufe kann erst dann in Kraft treten, wenn der vom Robert-Koch-Institut gemeldete Inzidenzwert fünf Tage am Stück unter dem entsprechenden Grenzwert lag. Im Gegenzug gilt die höhere Regelstufe wieder, wenn die Inzidenz drei Tage am Stück darüber war. Die Grenzwerte sind:

    unter 50

    Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen haben wieder gemeinsamen Präsenzunterricht, Schulfächer finden nach Stundenplan statt. Der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenraum entfällt. In Kinderbetreuungseinrichtungen kann Regelbetrieb stattfinden.

    zwischen 50 bis 165

    Wechsel- oder Präsenzunterricht mit Mindestabstand für alle Schularten und Jahrgangsstufen. Für Kinderbetreuungseinrichtungen ist ein "eingeschränkter Regelbetrieb vorgeschrieben - also die Betreuung in festen Gruppen.

    über 165

    Gemäß der Bundesnotbremse Distanzunterricht für alle Klassen mit Ausnahme von Abschlussklassen und Jahrgangsstufe 4 an Grundschulen. Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen nur Notbetrieb anbieten.

    Schulen informieren Eltern, Schüler und Lehrer im Voraus über Regeländerungen

    Neue Regeln treten nicht unverzüglich in Kraft, sondern immer am übernächsten Tag, nachdem die Voraussetzung für eine Änderung eingetreten ist. Laut einem Sprecher des bayerischen Kultusministeriums könne nach dieser Logik anhand der Werte des aktuellen Tages also immer gesagt werden, welche Regelungen heute, morgen und übermorgen gelten.

    Der Informationsweg sehe so aus: Die jeweils zuständigen Kreisverwaltungsbehörden gäben den staatlichen Schulämtern Bescheid, wenn die Voraussetzung für eine Regeländerung eingetreten ist. Dieses leite die neuen Vorgaben an die Schulen weiter, welche dann entsprechend die Eltern, Lehrer und Schüler informierten, wie sie den Unterricht organisieren. Das gilt etwa auch für Förderstunden, um verpassten Lernstoff bis zum nächsten Schuljahr nachzuholen.

    Findet in meinem Landkreis Regelunterricht statt?

    Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, wie die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern anhand der neuen Regeln in den kommenden Tagen eingestuft werden - über das Suchfeld können Sie Ihren Landkreis auswählen.

    Wichtiger Hinweis:

    In der Tabelle sind die Inzidenzstufen und Regelungen so abgebildet, wie sie anhand der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Inzidenzwerte des Robert Koch-Instituts (RKI) sein sollten. Das ist nicht immer deckungsgleich mit der Entscheidung einzelner Landkreise und kreisfreier Städte, die etwa auch strengere Maßnahmen anordnen können. In der Tabelle finden Sie Links auf die entsprechenden Websites - bitte versichern Sie sich dort zusätzlich über die gültigen Regelungen.

    Erleichterungen im Sport und bei Praxiskursen

    Von den Lehrern sei bereits ein Großteil geimpft, erklärt Monika Faltermeier vom Jungen Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband. "Wir freuen uns jetzt darauf, endlich wieder alle Klassen komplett hier bei uns in der Schule zu begrüßen. Dafür ist sie ja da, ein Lernort aber auch ein Lebensraum, wo es um Gemeinschaft geht", so Faltermeier.

    Die Schülerinnen und Schüler dürften sich darüber freuen, dass keine Maskenpflicht während des Sportunterrichts mehr herrscht. Schulminister Michael Piazolo (FW) zeigte sich zufrieden mit der Regelung, die helfen soll Kinder wieder fit zu machen: "Wir haben beschlossen, Sportunterricht auch in Innenräumen ohne Maske, das ist auch ganz wichtig für das Schwimmen, das ist ein großes Thema nach Pfingsten und da ist Corona-bedingt viel zu kurz gekommen."

    Praktische Ausbildungsabschnitte sind wieder in Präsenz möglich, generell Inzidenz-unabhängig. Ob auch Exkursionen stattfinden können, wird an den Schulen vor Ort entschieden.

    Endspurt im Schuljahr

    In den nächsten Wochen sollen Lernstandserhebungen, also unbenotete Tests zeigen, wo die Schüler individuell mit ihrem Wissensstand stehen. Bis zu den Sommerferien können mündliche Noten und gute Mitarbeit noch die Zeugnisnoten verbessern, aber: "Wir wollen die Schüler erst einmal wieder an den ganz normalen Schulalltag heranführen, es gibt da keinen Notenturbo, um verpasste Bewertungen schnell nachzuholen", versichert Walter Baier vom Verband der bayerischen Gymnasialdirektoren.

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