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Wissenschaftler planen Zentrum für Klimaforschung in Würzburg | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Fünf Würzburger Wissenschaftseinrichtungen wollen zusammen das Würzburger Zentrum für Angewandte Klimaforschung gründen. Die Kosten werden auf 75 Millionen Euro geschätzt. Am Freitag wurden die Pläne vorgestellt.

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Wissenschaftler planen Zentrum für Klimaforschung in Würzburg

Fünf Würzburger Wissenschaftseinrichtungen wollen zusammen das Würzburger Zentrum für Angewandte Klimaforschung (WueZAK) gründen. Die Kosten für Gebäude und Ausstattung werden auf 75 Millionen Euro geschätzt.

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Von
  • Marcus Filzek

Würzburg soll zu einem internationalen Forschungszentrum in Sachen Klimawandel werden. Ein breit aufgestelltes Wissenschaftsbündnis plant dort jetzt ein Großprojekt: das Würzburger Zentrum für Angewandte Klimaforschung, kurz: WueZAK. Am Freitag wurden die Pläne vorgestellt. Das Bündnis strebt eine Grundfinanzierung durch den Freistaat Bayern an. Die Initiatoren gehen für Gebäude und Ausstattung von Kosten in Höhe von 75 Millionen Euro aus. Die jährlichen Kosten für Personal und Sachmittel sind mit 12 Millionen Euro veranschlagt.

Forscher unterschiedlicher Institute ziehen an einem Strang

Für eine Gründung des WueZAK setzen sich das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE), die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS), die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), die Stiftung Umweltenergierecht und das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein. Acht weitere regionale Institutionen und Forschungseinrichtungen sollen das Bündnis unterstützen. Mit dem WueZAK soll eine international sichtbare und leistungsstarke neue Forschungsinstitution geschaffen werden, die in der Region innovative Konzepte entwickelt und umsetzt. Unterfränkische Landtagsabgeordnete haben parteiübergreifend Unterstützung zugesagt.

Raum Würzburg als Hotspot des Klimawandels prädestiniert

Die Region Mainfranken sieht sich der Uni Würzburg zufolge schon heute stark mit klimatischen Veränderungen konfrontiert: Mainfranken zählt zu den am stärksten hitzebelasteten und trockensten Regionen Deutschlands. Hitze- und Dürrephasen sowie extremes Wetter führen zu Herausforderungen für Bevölkerung, Wirtschaft und Natur. Mainfranken weist bereits jetzt eine klimatische Situation auf, wie sie in 30 bis 50 Jahren für viele andere Regionen zu erwarten ist und ermöglicht daher einen einzigartigen Blick in die Zukunft. Wie die Uni Würzburg mitteilt, ist die Region Mainfranken herausragender Wissenschaftsstandort und Hotspot des Klimawandels zugleich, und daher als Sitz für das WueZAK ideal geeignet.

Das WueZAK als Leuchtturmprojekt für die Region

Den Wissenschaftsstandort Würzburg dürfte das WueZAK deutlich aufwerten. Die Initiatoren hoffen, dass es ein Leuchtturmprojekt mit nationaler und internationaler Strahlkraft wird. Um es verwirklichen zu können, müssten die bestehenden Forschungskapazitäten um weitere Professuren und Arbeitsgruppen aufgestockt und finanziell besser ausgestattet werden. Auch neue Studiengänge sind vorgesehen.

Als nächster Schritt soll jetzt ein gemeinsamer Verein als Träger des Zentrums gründet werden. An eine zweijährige Aufbauphase sollen sich dann zwei fünfjährige Projektphasen anschließen. Längerfristig wird eine Kopplung an eine Deutsche Forschungsgemeinschaft angestrebt.

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