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"Wirtshauswiesn" soll das Wiesn-Gefühl in die Stadt bringen | BR24

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Bildrechte: BR/Nadja Heilbrunner

Angesichts des coronabedingt abgesagten Oktoberfests, laden die Wirte zur sogenannten "WirtshausWiesn". Mehr als 50 Wirtshäuser wollen sich beteiligen. Es wird Wiesnbier ausgeschenkt und Blasmusik gespielt. Alles für das Lebensgefühl Wiesn.

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"Wirtshauswiesn" soll das Wiesn-Gefühl in die Stadt bringen

Es wird Wiesnbier ausgeschenkt und Blasmusik gespielt - angesichts des coronabedingt abgesagten Oktoberfests laden die Münchner Wirte zur sogenannten WirtshausWiesn. Laut Wiesnwirtesprecher Peter Inselkammer geht es um das Lebensgefühl "Wiesn".

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Von
  • Nicole Ficociello
  • Henrike Busch

Mehr als 50 Münchner Wirtshäuser wollen sich an der "Wirtshauswiesn" beteiligen und vom 19. September bis zum 4. Oktober Wiesnbier ausschenken und Blasmusik spielen.

Alles unter den geltenden Hygienevorschriften, erklärt der Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer, im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2.

Wir in unseren Gasthäusern [...] haben doch in den letzten Monaten [...] bewiesen, dass wir mit den Hygienevorschriften zurecht kommen [...]. Wir achten auf die Abstände, wir achten darauf, dass die Leute ihre Masken tragen, wenn sie vom Tisch aufstehen. [...] Die Musik ist ein eigenes Thema. Man muss die Musik, auch da gibt es Vorschriften, entsprechend weit entfernt von den Gästen aufstellen, sodass da keine Infektionsübertragung stattfinden kann. Es soll ja auch nur eine Hintergrundmusik sein.

Verantwortung liegt bei den Wirten

Es liege an jedem einzelnen Wirt, darauf zu achten, dass es nicht über die Strenge schlägt und in einer "Vermengung der Menschen an den Tischen" endet, sagt Inselkammer: "Das haben wir sonst in unseren Wirtshäusern auch im Griff. Da müssen wir auch darauf achten, dass Gäste, die alkoholisiert sind, sich anständig aufführen."

"Koa-Wiesn-Blues", aber Ausfall wirtschaftlich zu verkraften

Dass die Wiesn nicht stattfindet, sei für die Wirte schwierig, so Inselkammer.

Da fühlt man sich emotional mitgenommen [...]. Das fehlt uns enorm, auch diese Vorfreude auf das Oktoberfest. Da entwickelt man in dieser Woche schon so einen Koa-Wiesn-Blues.

Peter Inselkammer ist auch Chef des Armbrustzeltes. Wirtschaftlich sei die Oktoberfestabsage zu verkraften, sagte er: "Wer vernünftig wirtschaftet und Rücklagen schafft für schwierige Zeiten, der sollte das mal ein Jahr verkraften. Andererseits entstehen ja trotzdem Kosten und da kann ich für uns sagen, es sind Kosten von mehreren 100.000 Euro [...]. Das heißt, das kann man mal ein Jahr mitmachen, aber mehrere Jahre wird das wahrscheinlich nicht mehr möglich sein."

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