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Aiwanger zu Corona-Beschlüssen: "Nicht noch eins draufsetzen" | BR24

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Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger im Gespräch mit B5 aktuell

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Aiwanger zu Corona-Beschlüssen: "Nicht noch eins draufsetzen"

"Den Bogen nicht überspannen": So hat Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger noch in der Nacht auf Twitter die Bund-Länder-Beschlüsse kommentiert. Im B5-Thema des Tages betonte er in der Früh, er hoffe, dass Bayern "jetzt nicht noch eins draufsetzt".

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Von
  • Eva Böck

Was Bund und Länder gestern an neuen Corona-Maßnahmen beschlossen haben, ist laut Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger schon "allerhand". Es sei ja nicht so, "dass wir von Null kommen", betonte Aiwanger im Interview mit B5 aktuell.

Nach seinen Worten ist die gesamte Gastro-Szene bereits massiv betroffen vom "Lockdown Light" der vergangenen Wochen. Seitens der Wirte sei zwar zu hören, man könne über alles reden, wenn denn staatliche Hilfen kämen, so Aiwanger. Sein Wunsch und sein "Traumziel" wäre aber schon gewesen, für Weihnachten so viel Normalität zu erreichen, dass Speise-Lokale wieder geöffnet werden können.

Vorsicht bei "Garagen-Partys" und Familienfeiern

Aiwanger betonte, alles hänge jetzt davon ab, wie sich die Corona-Zahlen in den kommenden Wochen entwickeln. Dabei müsse man vor allem auch den privaten Sektor im Blick haben: Wenn "Garagen-Partys" und private Familienfeiern eingeschränkt würden, müsse man Handel und Schulen nicht weiter belasten.

Auch was den Wintersport angeht, setzt Aiwanger auf einen weniger strengen Kurs als Ministerpräsident Markus Söder. Das Skifahren sei nicht das Problem, betonte der Wirtschaftsminister, vorausgesetzt, man organisiere es richtig, zum Beispiel mit Imbissen im Freien.

"Beim Skifahren ist man ja an der frischen Luft. Das ist ja genau das, was wir eigentlich wollen." Hubert Aiwanger (Freie Wähler) im B5 Thema des Tages

Eine "gewisse Gelassenheit" würde er empfehlen, sagte Aiwanger mit Blick auf den weiteren Kurs der Staatsregierung. Entsprechend hatte er sich auch schon in der Nacht geäußert, auf Twitter:

Bayern-FDP zieht gemischte Bilanz

Martin Hagen, der FDP-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, hat sich erleichtert gezeigt, dass die Bund-Länder-Konferenz kein generelles Böllerverbot beschlossen hat. Er kritisierte aber, es gebe nach wie vor keine "dauerhaft durchhaltbare Krisenstrategie":

"Stattdessen erleben wir, wie dieser angebliche Wellenbrecher-Lockdown jetzt monatlich verlängert wird." Martin Hagen, FDP-Fraktionschef in Bayern, gegenüber dem BR

AfD: Maßnahmen "sinnlos und erfolglos"

Die Fraktionschefin der AfD in Bayern, Katrin Ebner-Steiner, kann an dem weiteren Corona-Kurs von Bund und Ländern überhaupt nichts Gutes finden. Die Maßnahmen seien "sinnlos und erfolglos", betonte Ebner-Steiner. Vielmehr müssten die Risikopatienten in Bayern jetzt endlich besser geschützt werden, so die AfD-Politikerin, die bisher als ausgesprochene Masken-Gegnerin gilt.

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