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Corona und Schule

Wirtschaft im Dreiländerraum fordert schrittweise Grenzöffnungen | BR24

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Wirtschaftskammern: Hoher Wert der europäischen Idee werde einem in der Krise wieder bewusst

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    Wirtschaft im Dreiländerraum fordert schrittweise Grenzöffnungen

    Die ostbayerische Wirtschaft hat zusammen mit den Kammern in Böhmen und Oberösterreich die schrittweise Öffnung der Grenzen gefordert. Die vergleichbar hohen Standards zum Gesundheitsschutz in den drei Ländern ließen dies zu, heißt es.

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    Die Wirtschaftskammern im Dreiländerraum Tschechien, Österreich und Deutschland fordern die schrittweise Öffnung der Grenzen. Das Hochfahren der Wirtschaft in den einzelnen Ländern sollte auch mit einem Hochfahren der Schlagbäume einhergehen. Darüber sind sich die vier Präsidenten Thomas Leebmann von der IHK Niederbayern, Georg Haber von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Doris Hummer von der WK Oberösterreich und Miroslav Dvořák von der Südböhmischen WK einig.

    Wirtschaftlichen Austausch wieder ermöglichen

    Es sei an der Zeit, dem Pendlerverkehr teilweise erhebliche Umwege zu ersparen, indem wichtige Grenzübergänge wieder passierbar werden. Im sogenannten "kleinen Grenzverkehr" sollten schrittweise Lockerungen vorgenommen werden, um den privaten Austausch, wie beispielsweise den üblichen Besuch von Ladengeschäften, Handwerkern, Dienstleistern und - falls möglich - der Gastrobetriebe wieder in Richtung Normalität zu lenken. Die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz seien in den Ländern auf hohen und vergleichbaren Standards und ließen einen solchen Austausch zu, betonen die Kammervertreter.

    Europatag im Zeichen der Wirtschaftsbelebung

    Der kommende Europatag am 9. Mai sollte demnach ganz im Zeichen der Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft stehen, insbesondere an unseren gemeinsamen Grenzen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die Grenzen seien dicht wie lange nicht mehr. Damit werde einem der hohe Wert der europäischen Idee wieder neu bewusst.

    Gemeinsames Infoportal zu aktuellen Bestimmungen

    In der gemeinsamen Aktion "Hallo Nachbar! – Ahoj sousede!" wollen sich die Wirtschaftskammern dafür stark machen, dass in der aktuell schwierigen Situation dennoch Zusammenarbeit und gemeinsames Wirtschaften lebendig bleiben. Die Wirtschaftskammern haben unter www.hallonachbar.eu ein gemeinsames Informationsportal zur Verfügung gestellt. Dort werden aktuelle Vorschriften rund um Corona in den jeweiligen Regionen veröffentlicht.

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