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Impfstoff Sputnik

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    Wird russischer Impfstoff Sputnik V bald in Schwaben produziert?

    Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist weiterhin knapp. Jetzt wurde bekannt: Bald schon könnte im Landkreis Neu-Ulm der russische Impfstoff Sputnik V produziert werden.

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    Von
    • Werner Bader
    • Andrea Trübenbacher

    Im schwäbischen Illertissen könnte künftig der russische Impfstoff Sputnik V produziert werden. Das dort ansässige Unternehmen R-Pharm investiere mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    Noch hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) aber nicht über die Zulassung des Vakzins entschieden. Der russische Impfstoff wird seit Anfang März von der EMA geprüft. Sollte er in der EU zugelassen werden, will die Firma R-Pharm den Impfstoff auch importieren und die Chargenfreigabe übernehmen.

    Jeder zugelassene Impfstoff ist ein Hoffnungsschimmer

    Jetzt will Bayerns Gesundheitsminister Holetschek die Impfstoffproduktion in Schwaben vorantreiben. Das sagte er nach einem Besuch bei der Pharma-Firma in Illertissen. "Die Impfungen sind ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Nur sie bieten uns langfristig Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen und dem Tod durch eine Erkrankung“, betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in einer Pressemitteilung. Deswegen sei jeder Impfstoff, der zugelassen wird, ein weiterer Lichtblick und Hoffnungsschimmer.

    Rasche Zulassung gefordert

    Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) machen sich für eine rasche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V stark. "Wir brauchen jeden Impfstoff, den wir kriegen können", sagte Müller am Donnerstag nach einer Video-Schalte der Länderchefs. Der Impfstoff Sputnik V wurde vom Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt.

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