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Wird es heuer Weihnachtsmärkte in Unterfranken geben? | BR24

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Das Münchner Oktoberfest und auch andere Volksfeste sind in diesem Jahr wegen Corona abgesagt. Doch kaum ist die Volksfestsaison rum, kommen die Christkindlmärkte. Der berühmteste, der Nürnberger Christkindlesmarkt, soll unter Auflagen stattfinden.

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Wird es heuer Weihnachtsmärkte in Unterfranken geben?

Stadt- und Gemeindeverwaltungen prüfen derzeit, wie und ob Weihnachtsmärkte in diesem Jahr in Unterfranken stattfinden können. Schon jetzt steht fest: In Zeiten von Corona werden sie anders ausfallen, als bisher. Erste Märkte wurden bereits abgesagt.

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Die ersten Lebkuchen stehen schon wieder in den Supermarktregalen. Auch, wenn bis Weihnachten noch ein wenig Zeit ist: Die Planungen für Weihnachtsmärkte laufen vielerorts bereits. Doch macht die Corona-Pandemie und ihre Entwicklung so manche Planung schwierig.

Würzburg und Schweinfurt planen in alle Richtungen

Was die Realisierung von Weihnachtsmärkten angeht, befinden sich die Stadt Würzburg und die Stadt Schweinfurt momentan in der Planungsphase. Grundlage hierfür sind die Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Wie Georg Wagenbrenner, Pressesprecher der Stadt Würzburg, und Marina Euler aus der Pressestelle der Stadt Schweinfurt dem BR mitteilten, läuft die Planung derzeit in alle Richtungen, um flexibel auf das Corona-Geschehen reagieren zu können.

Entwicklungen der Corona-Pandemie abwarten

Letztlich gelte es abzuwarten, wie genau sich die Corona-Pandemie in der kommenden Zeit entwickeln wird und welche Verordnungen von der Staatsregierung zum Schutz der Bürger erlassen werden. Anhand dieser Vorgaben werde dann ein passendes Hygienekonzept ausgearbeitet. "Die Stadt Würzburg hat bezüglich des Weihnachtsmarktes noch keine Entscheidung getroffen. Eine Umsetzung wie 2019 wird in keinem Fall möglich sein. Die Stadt berät sich mit allen beteiligten Partnern über denkbare Alternativkonzepte mit Corona-Auflagen und bereitet eine spätere Entscheidung vor", erklärt Würzburgs Kommunalreferent Wolfgang Kleiner im BR-Gespräch.

Aschaffenburger Weihnachtsmarkt über die Innenstadt verteilt

Der Aschaffenburger Weihnachtsmarkt soll vom 25. November bis zum 22. Dezember konzentriert auf dem Schlossplatz auf mehrere Standorte verteilt stattfinden. "Zur Debatte stehen neben dem Schloss auch der Theaterplatz, das offene und geschlossene Schöntal aber entschieden ist noch nichts", so Michael Weiß von den Kongress- und Touristikbetrieben auf Nachfrage. "Wir warten ungeduldig auf konkrete Ansagen von Seiten der Staatsregierung, denn so ein Weihnachtsmarkt organisiert sich nicht innerhalb von zwei Wochen. Zumal unter den geänderten Richtlinien ja auch sicher mehrere hundert Meter Kabelbrücken gebaut werden müssen, wir müssen ja auch für Strom und Wasser auf den verschiedenen Plätzen sorgen!"

Im benachbarten Hessen gebe es Weiß zufolge in einigen Städten Pläne, die Gastrostände von den Verkaufsständen zu trennen. Das sei auch in Aschaffenburg eine Überlegung. In jedem Fall wolle man Menschentrauben vermeiden.

Weihnachtszeit statt Weihnachtsmarkt in Miltenberg

Auch Miltenberg ist auf Abstand bedacht. Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Engelplatz vor dem Rathaus wird nicht stattfinden. "Wir nennen es 'Miltenberger Weihnachtszeit', die sich vom 3. bis 14. Dezember in der Innenstadt abspielen soll!", erklärt Dorothea Zöller von der Werbegemeinschaft M-City. Die "Miltenberger Weihnachtszeit" soll immer zwischen 17 und 20 Uhr stattfinden – täglich mit Musik auf dem Marktplatz. Außerdem sollen sich junge Musiker über die Stadt verteilen.

"Wir bauen nur vier Buden verteilt zwischen Engelplatz und Marktplatz auf – es wird Crêpes, Glühwein und Met geben und ein Kinderkarussell", sagt Dorothea Zöller. An den Wochenenden sei eine Märchenerzählerin im Rittersaal des Riesen zu Gast. Außerdem sollen Handwerker wie Goldschmiede, Töpfer und Weber hinter Glasscheiben arbeiten. "Wir wollen es schön und anheimelnd zu Weihnachten haben, ohne große Menschenansammlungen aber mit besinnlichen Spaziergängen durch unsere schöne Altstadt!", so Zöller.

Erste Absagen aus Rothenbuch und Himmelstadt

Der traditionelle Weihnachtsmarkt in der kleinen Spessart-Gemeinde Rothenbuch, der alljährlich bis zu 20.000 Besucher anzieht, wird 2020 nicht stattfinden. "Wir haben leider kein Konzept gefunden, das sich mit den Corona-Richtlinien vereinbaren ließe", heißt es auf BR-Nachfrage aus dem Rathaus. Der Weihnachtsmarkt in Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart ist mit über 70 Händlern und Ausstellern an zwei Adventswochenenden fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Heuer wird er wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. "Wir hatten einige Besonderheiten geplant, aber wir verschieben alles aufs nächste Jahr", bedauert Julia Sommer vom Arbeitskreis Weihnachtsmarkt. Eine von der örtlichen Grundschule gestaltete Weihnachtskarte wird es trotzdem geben.

Post ans Christkind aus Himmelstadt wird beantwortet

Und auch das Weihnachtspostamt im Rathaus der Gemeinde wird auf jeden Fall die Post ans Christkind aus Himmelstadt beantworten. In welchem Rahmen die Eröffnung des Weihnachtspostamtes, zu der immer ein Ehrengast eingeladen ist, stattfinden wird, sei derzeit noch nicht klar, so Bürgermeister Herbert Hemmelmann gegenüber dem BR.

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