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Seehofer am 2. August in Töging am Inn
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BR24 Redaktion
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Seehofer am 2. August in Töging am Inn

Die Facebook-Seite des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Bayern hat heute eine Bildtafel gepostet, die auf mehreren sozialen Netzwerken zahlreich geteilt wurde. Darauf zu sehen ist CSU-Chef Horst Seehofer. Er wird mit diesen Worten zitiert: "Ich bin froh über jeden, der bei uns in Deutschland straftätig wird und aus dem Ausland stammt. Auch die müssen das Land verlassen." Der Satz stammt aus einer Bierzelt-Rede vom 2. August in Töging am Inn.

Seehofer bezieht sich in seinen Ausführungen auf die Abschiebung des Islamisten und mutmaßlichen Bin-Laden-Leibwächters Sami A. Anschließend fällt der Satz, der nun in den sozialen Medien für viel Wirbel sorgt. Dem BR liegt das Statement in längerer Form vor:

"Wir haben ja jedes Mal die gleiche Heuchelei: Wenn was passiert, dann kriegt die Politik die Frage gestellt, auch von den Medien: Warum ist der noch da? Das habt ihr doch gewusst! Solange nichts passiert und wir handeln, werden diejenigen, die handeln, an den Pranger gestellt. Ich sage euch: Ich bin froh, dass der mutmaßliche Leibwächter von Bin Laden außer Landes ist. Ich bin froh! Und ich bin auch froh über jeden, der bei uns in Deutschland straftätig wird - straffällig - und aus dem Ausland stammt. Auch die müssen das Land verlassen. Ich sage grade in Anwesenheit Ihres Pfarrers und als Vorsitzender einer christlichen Partei: Wir sind keine Politiker, die jeden Tag frömmeln. Wir sind Politiker, die ihr politisches Handeln ausrichten nach der christlichen Überzeugung, dem christlichen Sittengesetz und dem katholischen und evangelischen Katechismus. Deutschland , und Bayern allemal, ist christlich geprägt und ist nicht vom Islam geprägt, meine Damen und Herren!“