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"Wir sind bunt": Lichterkette um Straubinger Synagoge | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Mahnwachen und Menschenketten - In mehreren bayerischen Städten zeigt man Solidarität mit den Opfern des Anschlags auf die Synagoge in Halle. Auch in Ostbayern.

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"Wir sind bunt": Lichterkette um Straubinger Synagoge

Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle hat das Straubinger Bündnis "Wir sind bunt" zu einer Aktion gegen Antisemitismus aufgerufen: Rund um die Synagoge in der Wittelsbacher Straße bildeten Straubinger eine Lichterkette.

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Das Straubinger Bündnis "Wir sind bunt" hat am Freitagabend ein Zeichen der Solidarität für die Opfer des Anschlags in Halle in Sachsen-Anhalt und für die jüdischen Gemeinden gesetzt -mit einer Lichterkette rund um die Synagoge in der Wittelsbacher Straße.

Menschen, Lichter, Glockenläuten

Im Anschluss daran begann in der Synagoge das Gebet zum Beginn des Schabbat. Um diese Zeit läuteten auch die Glocken der christlichen Kirchen in Straubing.

"Der Anschlag in Halle führt den Gründungsanlass des Bündnisses wieder vor Augen: wo immer Anschläge auf Menschen wegen ihrer religiösen, politischen Überzeugungen oder Lebenseinstellungen verübt werden, müssen wir aufstehen und unsere Solidarität beweisen: Wir stehen auf gegen Antisemitismus!" ´Wir sind Bunt`-Bündnis in Straubing

Zu der Aktion in Straubing haben die Bündnissprecher Hasso v. Winning, Brigitta Appelt und Nail Demir aufgerufen. Winning ist evangelische Pfarrer, Appelt ist Ärztin und sitzt für die CSU im Straubinger Stadtrat und Demir ist Vorsitzender des Ausländer- und Migrationsbeirats in Straubing, außerdem bei der SPD. Auch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Niederbayern und die Johanniter Ostbayern schlossen sich dem Aufruf an.

Bayernweite Aktionen

In mehreren bayerischen Städten bildeten sich am Freitagabend Menschenketten um Synagogen und andere Einrichtungen der jüdischen Gemeinden. Sprecher des Bayerischen Bündnisses ist der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

"Wir gedenken der Opfer des Gewalttäters von Halle, die an der Synagoge und an dem Döner-Imbiss ihr Leben verloren haben. Wir stehen an der Seite der Jüdinnen und Juden in Deutschland. An ihrem höchsten Feiertag sind sie Ziel eines brutalen Terroranschlags geworden. Nur durch die Geistesgegenwart der Menschen, die in der Synagoge von Halle versammelt waren, ist noch Schlimmeres verhindert worden." Heinrich Bedford-Strohm, evangelischer Landesbischof

"Wir sind bunt" will Positives entgegensetzen

Das Bündnis "Wir sind bunt" tritt laut eigener Aussage für Toleranz sowie den Schutz von Demokratie und Menschenwürde ein und fördert diese Werte. Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus, die den Einzelnen, die Gesellschaft und den Staat bedrohen, setze das Bündnis durch diese Werte etwas Positives entgegen, heißt es. In Straubing besteht das Bündnis aus einem Zusammenschluss von Einzelpersonen, Vereinen und Verbänden, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Initiativen, Schulen, Firmen und anderen gesellschaftlichen Kräften. Gegründet wurde "Wir sind bunt" in Straubing vor ziemlich genau sieben Jahren, im Oktober 2012.

© BR/Harald Mitterer

In Straubing haben Menschen mit Kerzen und Laternen eine Lichterkette um die Synagoge gebildet.

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Viele Straubinger sind dem Aufruf der Organisation "Wir sind bunt" gefolgt.

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Vor der Synagoge in Straubing haben sich viele Menschen versammelt, um ihre Solidarität zu zeigen.