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Wintereinbruch in Ostbayern mit zwei Gesichtern | BR24

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© BR/Kathrin Unverdorben

Der winterliche Wochenstart hat vor allem auf den Straßen in Niederbayern und der Oberpfalz für Probleme gesorgt. Polizei und Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

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Wintereinbruch in Ostbayern mit zwei Gesichtern

Der winterliche Wochenstart hat für Probleme in Niederbayern und der Oberpfalz gesorgt. Besonders auf den Straßen waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Am Nachmittag beruhigte sich die Lage und der Winter zeigte sich von seiner schönen Seite.

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Der winterliche Wochenstart hat vor allem auf den Straßen in Niederbayern und der Oberpfalz für Probleme gesorgt. Polizei und Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Die Einsatzzentralen meldeten etliche Unfälle. 120 davon allein in der Oberpfalz. Die meisten davon gingen relativ glimpflich aus, mit Blechschäden und Leichtverletzten.

Zwei Autos auf Bahngleisen

Ein schwerer Unfall war am Montagmorgen in Waldmünchen (Lkr. Cham) passiert. Ein Autofahrer stürzte eine etwa vier Meter tiefe Böschung hinunter und kam auf Bahngleisen zum Liegen. Der Zugverkehr konnte noch rechtzeitig gestoppt werden. Der 30-Jährige wurde in seinem Auto eingeklemmt und dabei schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber flog ihn ins Krankenhaus. Die Bahnstrecke zwischen Waldmünchen und München war während der schwierigen Bergungsarbeiten für mehrere Stunden gesperrt.

In Geisenhausen (Lkr. Landshut) hingegen, konnte ein Regionalzug am Montagnachmittag nicht mehr rechtzeitig bremsen. Hier war am Montagnachmittag die Fahrerin eines Postautos auf einem Bahnübergang aufgrund von Eis- und Schneeglätte nicht mehr weiter gekommen. Sie konnte sich noch in Sicherheit bringen bevor der Zug das Auto erfasste. Der Zugführer blieb unverletzt, einige der rund 40 Passagiere erlitten einen Schock. Fünf Zuginsassen, darunter zwei Säuglinge, mussten mit Hilfe einer Drehleiter von der Feuerwehr Geisenhausen aus dem Zug befreit werden. Um 15 Uhr wurde die Bahnstrecke Vilsbiburg - Landshut wieder freigegeben. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf 45.000 Euro.

Kuhstall bricht unter Schneelast zusammen

In Pilsting (Lkr. Dingolfing-Landau) brach das Dach eines Kuhstalls unter der hohen Schneelast zusammen. Nach einer stundenlangen Rettungsaktion konnte am Vormittag auch das letzte Tier lebend gerettet werden. Insgesamt waren 44 Kühe und Kälber in dem Stall. Die Rettungsaktion musste zwischendurch gestoppt werden, weil es auch für die Einsatzkräfte zu gefährlich wurde. Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Polizei, THW und Nachbarn waren vor Ort. Benachbarte Landwirte haben einen Teil der Tiere aufgenommen. Die anderen Kühe sind vorübergehen in der Scheune des Bauernhofes untergebracht.

Weiterhin gilt Schneebruchgefahr

Hunderte Anrufe erreichten Polizei und Feuerwehren in Ostbayern wegen umgestürzter Bäume. Etliche Straßen mussten vorläufig wegen Schneebruchs gesperrt werden. Die Feuerwehr und das THW räumten in Akkordarbeit die Straßen frei. Im Landkreis Straubing-Bogen wurde am Montagnachmittag die letzte Kreisstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Feuerwehr in Landshut meldete 50 Einsätze im Stadtgebiet und gut 100 Einsätze im Landkreis wegen zusammengebrochener Bäume. Die vier städtischen Friedhöfe mussten am Montag wegen Schneebruchgefahr und den Räumarbeiten geschlossen werden, teilt die Feuerwehr Landshut mit. Die Besucher werden durch Hinweistafeln an den Eingängen informiert, ab wann der jeweilige Friedhof wieder geöffnet wird. Weiterhin geschlossen bleibt der Hofgarten.

Die in der Nacht gesperrten Staats- und Kreisstraßen im Landkreis Cham sind größtenteils wieder befahrbar. Gesperrt bleibt die Kreisstraße CHA 28 von Dieberg zur Landkreisgrenze Schwandorf, so das Landratsamt Cham.

Wegen der verschneiten Straßen und der Gefahr des Schneebruchs fiel in Ostbayern am Montag in insgesamt 12 Landkreisen und Städten teilweise oder ganz der Schulunterricht aus. Außerdem konnten viele Zusteller am Morgen die Zeitungen nicht ausliefern.

Die schöne Seite des Winters

Nachdem es im Laufe des Tages keine weiteren Schneefälle in Ostbayern gab, dürfte sich die Situation überall wieder entspannen. Die Polizei warnt jedoch weiterhin vor Schneebruchgefahr und empfiehlt, Waldgebiete zu meiden.

Während die Hilfskräfte im Dauereinsatz waren, konnten viele den sonnigen Winternachmittag in Niederbayern und der Oberpfalz genießen. Verschneite Wiesen und weiße Dächer - die Sonne flimmerte im Dauerfrost.

© BR/Rudolph Heinz

Winterlandschaft in Roding im Landkreis Cham

© BR/Marcel Kehrer

Die verschneite Steinerne Brücke in Regensburg

© BR/Kehrer

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Autor
  • Kathrin Unverdorben
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