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Dem Wild in den bayerischen Alpen droht das Futter auszugehen
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Autoren

Kilian Geiser
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Dem Wild in den bayerischen Alpen droht das Futter auszugehen

Der Bayerische Jagdverband fordert angesichts der Schneemassen der vergangenen Tage, das Wild im Alpenraum notfalls mit Hilfe von Hubschraubern mit Futter zu versorgen. Gams, Steinbock, Rot- und Rehwild kämpften jetzt ums Überleben, teilte der Jagdverband mit. Der dramatische Wintereinbruch stelle in vielen Bergregionen Bayerns eine lebensgefährliche Bedrohung für viele Wildtiere dar.

Im Schnee gefangener Hirsch

Im Schnee gefangener Hirsch

Forstverwaltung und Waldbesitzer sollen Fütterung sicherstellen

Der Bayerische Jagdverband richtet seinen Appell an die Bayerische Forstverwaltung und an große private Waldbesitzer. Sie sollen sicherstellen, dass das Wild in der Nähe seiner gewohnten Futterplätze mit Heuballen versorgt wird. Wo nötig sollen dazu Kettenfahrzeuge oder Hubschrauber eingesetzt werden, fordert Jürgen Vocke, der Präsident des Jagdverbandes.

Vocke schlägt vor, dafür den Kontakt zu Vertretern der Feuerwehr und anderen entsprechend ausgerüsteten Einrichtungen zu suchen. Vocke widersprach im Interview mit dem BR Berichten, wonach der Jagdverband selbst plane, Hubschrauber zur Wild-Fütterung einzusetzen.

Falsche Fütterung für Wild tödlich

Hilfsbereite Bürger bittet der Bayerische Jagdverband, unbedingt darauf zu verzichten, Wild etwa mit Brot zu füttern. Die Tiere könnten solche Nahrung nicht verdauen: "Das ist tödlich für das Wild. Die Tiere gehen ein. Es ist gut gemeint, bewirkt aber das Gegenteil", erklärte Jagdverbands-Präsident Vocke.