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Wintereinbruch in Bayern: Skisaison hat begonnen | BR24

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Der Schnee lockt in die Berge - und zwar früher als gedacht. Deshalb starten viele Skigebiete jetzt schon in die Wintersaison. Auch für das Zugspitz-Opening heute liegt schon genügend Schnee - nur der Wind pfeift etwas heftig.

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Wintereinbruch in Bayern: Skisaison hat begonnen

Bei Föhnsturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern ist am Freitag die Skisaison auf der Zugspitze eröffnet worden. Der erste Sessellift läuft und auch Nicht-Skifahrer können heuer ein größeres Freizeitangebot wahrnehmen.

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Am Freitagmorgen kurz nach halb Neun. Die Seilbahn der Zugspitze kämpft gegen die Windböen. Zwei, Drei Anläufe braucht die Gondel, um in die Gipfelstation einzufahren.

9 Uhr. Der erste Sessel-Lift surrt. Die Pisten in Sonnenkar wurden mit Altschnee aus Schnee-Depots präpariert. Darauf ist eine etwa 30 cm starke Pulverschnee-Decke. "Das haben wir heuer alles tiptop hinbekommen", sagt Martin Hurm, Pistenchef der Bayerischen Zugspitzbahn. "Wir haben Depotschnee draußen, außen rum ist alles weiß, was wollen wir mehr? Die Pisten sind in einem top Zustand."

Den Wind kennen sie hier oben. Für die Verantwortlichen kein Grund zur Sorge. "Die Gefühlslage ist bärig, wenn das der Wind von der ganzen Saison ist, dann ist es gut gegangen", meint Hurm.

"Wir hatten heute früh arge Bedenken"

9.30 Uhr. Die ersten Ski- und Snowboardfahrer haben die erste Abfahrt hinter sich. Das Fazit fällt trotz des starken Winds sehr positiv aus - den meisten macht er nichts aus. "So wie es angefangen hat, schauts nicht schlecht aus," sagt ein Wintersportler. "Es ist überall viel Schnee. Hier ist es zwar ein bisschen Windverblasen, aber auf alle Fälle ein guter Start."

10.30 Uhr. In der Gipfelstation wird eine neue Ausstellung "NAUFBLICK" mit namhaften Fotografen zu ihrer Sicht der Zugspitze eröffnet. Doch der Vorstand der Bergbahngesellschaft Matthias Stauch bekommt nicht nur gute Nachrichten heute Vormittag. Im Tal haben Bäume die Trasse der Zahnradbahn zum Eibsee beschädigt. Genaueres prüfen die Mitarbeiter vor Ort: "Wir hatten heute früh natürlich arge Bedenken", sagt Stauch. "Wir haben ja einen brutalen Föhnsturm, also im Tal unten hats einige Dächer abgedeckt, hat einige Fahrleitungen bei uns getroffen."

Strom- und Zugausfälle durch starken Wind

Wegen des starken Winds wurden deshalb bisher auch erst ein Sessellift und drei präparierte Pisten eröffnet. Zudem hatten umgestürzte Bäume zu Stromausfällen im Zugspitzgebiet geführt. Die Stromversorgung ist aber inzwischen durch eine vorhandene Netzersatzanlage gewährleistet.

Auf der Talstrecke der Zahnradbahn können derzeit keine Züge fahren, da umgestürzte Bäume bei Grainau die Fahrleitung beschädigt haben. Für die Fahrgäste der Bayerischen Zugspitzbahnen wurde deshalb ein Schienenersatzverkehr zwischen Garmisch und Grainau eingerichtet. Voraussichtlich kann der Schaden nicht vor Sonntag behoben werden.

Auch im Skigebiet Garmisch-Classic gibt es Sturmschäden. Unter anderem deckte der Sturm einen großen Teil des Daches der Talstation der Alpspitzbahn ab. Der Schaden wird im Moment mit Hilfe der Feuerwehr Grainau und eines Dachdeckerunternehmens provisorisch behoben.

Optimistischer Blick auf die kommende Ski-Saison

Für den Verlauf der Saison ist der Chef jedoch optimistisch: "Hier oben ist es ja fast windstill für diese Verhältnisse", sagt Stauch. "Also wir sind froh, dass wir es so hinbekommen haben für diese Verhältnisse. Und man sieht ja, einige vergnügen sich hier unten schon beim Ski-Fahren und es ist toll, dass auch das Bild stimmig ist. Das ist also weiß, dass ist richtig schöne Winterstimmung."

Die Preise wurden für diesen Winter leicht angehoben: Das Tagesticket im Skigebiet Zugspitze kostet 48 Euro. Das Kombi-Ticket mit der Bahn ab München hin und zurück inklusive Ski-Pass kostet 60 Euro.

12 Uhr. Die ersten Unerschrockenen sind durchgefroren und treten die Heimfahrt an. 170 Tage Pistenvergnügen in Deutschlands höchstem Skigebiet sind gestartet. Mit echtem Schnee und mit einem Gefühl von echtem Winter.

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Die ersten Wintersportler sind bereits auf der Zugspitze aktiv.