Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Winterbilanz Ostbayern: Wenig Streusalz, Problem Schneebruch | BR24

© Bayern 1

Der intensivste Monat für Mitarbeiter des Winterdienst war der Januar - das teilt das Bayerische Staatsministerium für Verkehr mit. Ein Überblick über den Salzverbrauch und das Problem mit dem Schneebruch der Bäume.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Winterbilanz Ostbayern: Wenig Streusalz, Problem Schneebruch

Der intensivste Monat für Mitarbeiter des Winterdienstes war der Januar - das teilt das Bayerische Staatsministerium für Verkehr mit. Ein Überblick über den Salzverbrauch und das Problem mit dem Schneebruch an Bäumen.

Per Mail sharen

Der Januar war besonders für Winterdienstarbeiter intensiv: Besonders in den ersten beiden und in der letzten Januarwoche 2019 seien wegen der starken Schneefälle mehr Personal und Fahrzeuge als sonst im Einsatz gewesen. Das hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr bekanntgegeben. Der schneereiche Winter habe aber keine größeren Straßenschäden als sonst angerichtet.

Salz wurde vor allem im Januar verteilt

Insgesamt wurden bisher im Winter 2018/2019 rund 326.000 Tonnen Salz verbraucht. Das liege im gesamtbayerischen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre auf den Staatsstraßen, Bundesstraßen und Autobahnen. Das meiste Salz wurde im Januar verteilt, knapp 60 Prozent des Salzverbrauches der gesamten bisherigen Saison. Erheblich intensiver als dieser Winter waren die Winter 2005/2006 und 2009/2010. Hier betrug die Salzmenge 556.000 bzw. 464.000 Tonnen.

Die Salzlagerhallen in Bayern waren ab dem Sommer 2018 mit 620.000 Tonnen gut gefüllt, sodass es nicht zu größeren Engpässen gekommen ist. Insgesamt seien dieses Jahr wieder rund 3.000 Frauen und Männer der Straßen- und Autobahnmeistereien auf Bayerns Straßen unterwegs gewesen, so das Verkehrsministerium. 

Nicht mehr Salz als sonst in Niederbayern gestreut

In diesem Winter wurde ähnlich viel Streusalz auf Autobahnen, Staats- und Bundesstraßen verteilt wie im Vorjahr. In Niederbayern wurden bis Ende Februar rund 55.000 Tonnen Streusalz benötigt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es ebenfalls 55.000 Tonnen.

Oberpfalz braucht weniger Streusalz

In der Oberpfalz wurden bis Ende Februar 2019 sogar 5.000 Tonnen Streusalz weniger verteilt als im Vorjahreszeitraum, nämlich rund 60.000 Tonnen. Die Winterdienstkosten in Niederbayern und der Oberpfalz (Personal-, Unternehmer-, Fahrzeug-, Geräte- und Materialkosten) bis einschließlich Februar 2019 belaufen sich überschlägig jeweils auf rund acht Millionen Euro, wobei noch nicht alle Leistungen für Februar 2019 abgerechnet sind. 

Das Problem mit dem Schneebruch

In Sachen Schneebruch rechnen die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen mit rund 70.000 Festmetern Schadholz, Deggendorf mit rund 20.000 Festmetern und Straubing mit rund 40.000 Festmetern für die Privatwälder. Die Waldbesitzer sind individuell sehr unterschiedlich betroffen. Manche Bestände sind stark betroffen, andere so gut wie nicht - abhängig von Höhenlage, Exposition, Bestandsalter und Bestandspflege.

Die Waldbesitzervereinigung Viechtach geht davon aus, dass das Schadholz des Schneebruchs nicht noch weiter auf die ohnehin schon sehr niedrigen Holzpreise drückt, weil das meiste davon ohnehin nur noch als Brennholz taugt.