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Borkenkäfer-Plage wegen Schneebruchs befürchtet | BR24

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Der Schneebruch des Winters könnte zu einem Borkenkäfer-Befall führen. Denn gerade in beschädigten Fichten fühlt sich der Schädling wohl. Für die Behörden bedeutet das einen Wettlauf gegen die Zeit.

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Borkenkäfer-Plage wegen Schneebruchs befürchtet

Der Schneebruch des Winters könnte zu einem Borkenkäfer-Befall führen. Denn gerade in beschädigten Fichten fühlt sich der Schädling wohl. Für die Behörden bedeutet das einen Wettlauf gegen die Zeit.

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Der Schneebruch des Winters könnte die Ausbreitung von Borkenkäfern begünstigen. Vor allem Fichten - die bevorzugte Baumart des Borkenkäfers – seien durch den Schnee beschädigt oder ganz abgebrochen, so Philipp Bahnmüller, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg.

Wettlauf gegen die Zeit

Wegen der Schäden könnten die Bäume sich nicht mehr gut gegen den Borkenkäfer wehren und deshalb Ausgangspunkt eines Befalls werden. Das Risiko einer Borkenkäfer-Plage sei ohnehin wegen des vergangenen, heißen und trockenen Sommers hoch. Um die Gefahr einer Ausbreitung der Käfer einzudämmen, müssten beschädigte Bäume schnell entfernt werden. Das Problem dabei sei, diese zu finden, denn sie lägen vereinzelt irgendwo im Wald.

Es sei ein Wettlauf gegen die Zeit, denn bis spätestens Ende Mai sollten die Bäume aus dem Wald gebracht werden, so Bahnmüller. Sobald die Temperatur mehrere Tage lang durchschnittlich über 16 Grad beträgt, fliegen die Käfer, die überwintert haben, aus, nisten sich in den beschädigten Bäumen ein und vermehren sich dort. Spätestens dann sollten die befallenen Bäume entfernt worden sein, um ein Ausschwärmen zu verhindern.

Schneebruch vor allem in Höhenlagen

Grundsätzlich seien die Schäden durch den Schneebruch aus Sicht der Bayerischen Staatsforsten aber nicht dramatisch. Eine Schadenssumme sei noch nicht ermittelbar. Schneebruch hätte es vor allem im Höhenbereich von 750 bis 900 Metern gegeben, wie im Bayerischen Wald. Das ist die sogenannte Nassschneezone. Durch den Schneebruch würde jetzt zwar viel Schadholz anfallen. Diese Holzmenge würde aber dadurch ausgeglichen, dass weniger gesunde Bäume gefällt werden, so Bahnmüller. Es würde immer nur so viel gefällt, wie auch nachwachsen kann.