Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Windkraftstrom in Gasform speichern | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR/Henrik Ullmann

Wie funktioniert "Power to Gas"?

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Windkraftstrom in Gasform speichern

Strom von Windrädern oder Solarkraftwerken lässt sich künftig in Gasform speichern. Power to Gas heißt dieser Prozess und basiert auf der sogenannten Elektrolyse. In Haßfurt ist jetzt so ein Speicherwerk in Betrieb gegangen.

Per Mail sharen

Das Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Haßfurt und der Greenpeace Öko-Energy aus Hamburg funktioniert so: Wenn im Bürgerwindpark im Sailershäuser Wald überschüssiger Strom erzeugt wird, kann man damit in der Anlage am Mainhafen Wasserstoff erzeugen und speichern. Bei Bedarf wird aus diesem Wasserstoff dann wieder Strom erzeugt. Die hochmoderne Anlage trägt damit auch dazu bei, die lokalen Stromnetze zu stabilisieren.

Nach einem mehrwöchigen erfolgreichen Testlauf nimmt dieser neuartige Windgas-Elektrolyseur jetzt seinen Regelbetrieb auf. Pro Jahr wird der containergroße Elektrolyseur eine Million Kilowattstunden des Öko-Gases für die 14.000 proWindgas-Kunden von Greenpeace Energy ins Gasnetz einspeisen.

"Unser extrem reaktionsschneller Elektrolyseur hilft dabei, sowohl das lokale Stromnetz als auch das übergeordnete Verteilnetz zu stabilieren. In Deutschland und wohl auch weltweit ist dies ein absolutes Novum. Wir tragen so zu einer sicheren Stromversorgung in einer erneuerbaren Energie-Welt bei." Nils Müller, Greenpeace-Energy-Vorstand

Zukunftstechnik für die Stadt Haßfurt

Der in der 14.000-Einwohner-Stadt eingesetzte 1,25-Megawatt-Elektrolyseur von Siemens gehört zur neuesten Generation. Binnen Millisekunden reagiert die Anlage auf Leitsignale und fährt seine Leistung hinauf oder herunter.Diese Bereitstellung sogenannter Flexibilität auf lokaler wie regionaler Ebene ist derzeit einzigartig - wird aber in Zukunft in einem erneuerbaren Energiesystem unverzichtbar sein.Zwei Millionen Euro hat die Anlage gekostet.