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Windkraft vor Gericht: Keine Abschaltzeiten für Vogelschutz | BR24

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Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat vor dem Verwaltungsgericht Würzburg eine Niederlage erlitten. Er wollte Windkraftanlagen zum Schutz von seltenen Vögeln abschalten lassen. Das Verwaltungsgericht sagt, das sei ein zu schwerwiegender Eingriff.

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Windkraft vor Gericht: Keine Abschaltzeiten für Vogelschutz

Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat vor dem Verwaltungsgericht Würzburg eine Niederlage erlitten. Er wollte Windkraftanlagen zum Schutz von seltenen Vögeln abschalten lassen. Das Verwaltungsgericht sagt, das sei ein zu schwerwiegender Eingriff.

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Es geht um einen geplanten Windpark zwischen Wargolshausen und Wülfershausen. Die Richter entschieden laut einer Sprecherin des Verwaltungsgerichts Würzburg, dass ein derart schwerwiegender Eingriff in den Betrieb auf Grund von naturschutzrechtlichen Regelungen nicht möglich sei.

Abschaltung der Windkraftanlagen im Sommer

Der Landkreis wollte erreichen, dass die Betreiber der 13 geplanten Anlagen in der Brutzeit der geschützten Vogelarten Schwarzstorch, Rotmilan oder Wespenbussard die Anlagen abschalten. Und zwar immer zwischen Anfang Mai bis Ende Juli zu den Flugzeiten der Tieren - also ab einer Stunde vor Sonnenaufgang und einer Stunde nach Sonnenuntergang. Weiterhin sollte der Betreiber verpflichtet werden, die Flugbewegungen der Vögel zu dokumentieren.

Viele Menschen vor allem in Wargolshausen fürchten den Bau der Windkraftanlagen, weil sie sich "umzingelt" fühlten. Ein Verein möchte weiter vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen den Bau der Windkraftanlagen vorgehen. Erste Zufahrtswege sind gebaut und Betonarbeiten im Bereich der Fundamente abgeschlossen.