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Windkraft: Experten kritisieren Abstandsregel | BR24

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An der Uni Bayreuth haben Politiker und Energieexperten darüber diskutiert, wie die Metropolregion Nürnberg ihre Klimaziele erreichen kann. Vor allem die Abstandsregel für Windkraftanlagen war den Teilnehmern ein Dorn im Auge.

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Windkraft: Experten kritisieren Abstandsregel

An der Universität Bayreuth haben Politiker und Energieexperten darüber diskutiert, wie die Metropolregion Nürnberg ihre Klimaziele erreichen kann. Vor allem die Abstandsregel für Windkraftanlagen war den Teilnehmern ein Dorn im Auge.

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Bis zum Jahr 2050 will die Metropolregion Nürnberg ihre Energie zu 95 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Wie das gelingen soll, stellte Nürnbergs Umweltreferent Peter Pluschke am Donnerstag (13.02.20) auf einer Klimaschutzkonferenz in Bayreuth vor.

Potential von Wind und Sonne besser nutzen

Nötig sei es vor allem, das Potential von Windkraft und Photovoltaik besser zu nutzen. Im Laufe der Konferenz fiel eine Forderung immer wieder: Die Bayerische Landesregierung solle ihre 10-H-Regelung überdenken. Diese sieht vor, dass der Abstand eines Windrades zur nächsten Wohnbebauung größer als die zehnfache Höhe der Anlage sein muss. Dieser hohe Mindestabstand zu Wohnbebauungen mache es fast unmöglich, geeignete Standorte für neue Windräder zu finden.

Wirtschaftsministerium bleibt bei 10-H

Sabine Jarothe, Amtschefin im Bayerischen Wirtschaftsministerium, bekräftigte jedoch, dass das Ministerium die Regelung nicht abschaffen wolle. Stattdessen möchte man Bürger und Kommunen motivieren, im Konsens eigene Windkraftanlagen zu errichten. Diese wären dann nicht von der 10-H-Regelung betroffen.

300 neue Windkraftanlagen sollen entstehen

300 neue Windräder möchte Wirtschaftsminister Aiwanger so initiieren. Zudem setzt die Landesregierung stark auf Photovoltaik. Bayern sei "Sonnenland" und das müsse ausgenutzt werden. In diesem Zusammenhang setze sich die Landesregierung momentan auf Bundesebene dafür ein, die Netze mit mehr Strom aus Photovoltaik zu bespeisen.

© BR

Die dritte Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg steht unter dem Motto von Fridays for Future. Es wird zur Umsetzung der Energiewende getagt. Über Konzepte zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften in der Region.