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Bildrechte: dpa/Monika Skolimowska

In Ingolstadt gibt es zu wenige Erzieherinnen und Kinderpflegekräfte. Jetzt sollen Willkommensprämien das ändern.

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Willkommensprämie für Kita-Personal in Ingolstadt

Viel zu wenige Erzieherinnen und Kinderpfleger – das Problem haben Städte und Kommunen in ganz Oberbayern. In Ingolstadt ist der Mangel jetzt so akut, dass die Stadt eine Willkommensprämie einführen will. Heute wird darüber entschieden.

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Von
  • Katharina Heudorfer

3.600 Euro Willkommensprämie, darauf können Erzieher- und Erzieherinnen hoffen, die sich neu im Stadtgebiet Ingolstadt auf eine Stelle in einer Kita oder einem Kindergarten bewerben. Am Nachmittag will der Personalausschuss der Stadt Ingolstadt die Prämie beschließen.

Der Grund: Allein in diesem Jahr sollen im Stadtgebiet rund 400 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Dabei gibt es schon jetzt Einrichtungen, die nicht vollständig öffnen können, weil Personal fehlt. In städtischen Einrichtungen, die in Ingolstadt fast ein Drittel des Kinderbetreuungsangebots ausmachen, sind im Moment 29 Erzieher- und Erzieherinnen-Stellen unbesetzt.

Willkommensgeld erst nach der Probezeit

Jede Erzieherin, jeder Erzieher, der in Ingolstadt eine Vollzeit-Stelle neu antritt, soll dann einmalig 3.600 Euro bekommen, jede Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger in Vollzeit 1.800 Euro - aber erst nach Vollendung der Probezeit. Bei Teilzeitkräften wird die Prämie anteilig gezahlt. Es handelt sich dabei um eine sogenannte befristete Arbeitsmarktzulage.

Und es soll eine Vermittlungsprämie geben: 1.000 Euro für jede Vollzeit-Erzieherin oder Erzieher, 500 Euro pro vermittelter Kinderpflegekraft. Die Stadt will die Gelder sowohl für ihre städtischen Einrichtungen als auch für die Einrichtungen der freien Träger im Stadtgebiet zahlen.

Prämien nur für neue Bewerber und Bewerberinnen

Die Prämie bekommt nur, wer ein halbes Jahr vorher nicht bereits in Ingolstadt oder den direkt angrenzenden Landkreisen gearbeitet hat. Das soll verhindern, dass den Landkreisen Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen Arbeitskräfte abgeworben werden.

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