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Wilke-Wurst in Bayern: Keimbelastung nicht geprüft | BR24

© dpa-Bildfunk/Uwe Zucchi

Firmenschild mit der Aufschrift Wilke

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Wilke-Wurst in Bayern: Keimbelastung nicht geprüft

Die mittlerweile geschlossene Wurst-Firma Wilke aus Hessen hat auch viele bayerische Betriebe beliefert. Ob keimbelastete Produkte dabei waren, lässt sich nach Behördenangaben nicht mehr klären. Denn die verdächtige Ware wurde umgehend vernichtet.

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Auch in Bayern hat die vom Listerien-Skandal betroffene Firma Wilke Wurst, Fleisch und Aufstrich an Händler, Kantinen und Restaurants geliefert. Ob die Ware wie in anderen Bundesländern keimbelastet war, ist laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nicht überprüft worden.

Die Produkte mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" seien sofort zurückgerufen und entsorgt worden. Deswegen lässt sich laut LGL nicht nachvollziehen, ob Personen in Bayern keimbelastete Produkte von Wilke aßen und daran erkrankten.

130 belieferte Betriebe allein in Regensburg

"Wir gehen davon aus, dass alle Regierungsbezirke von dem Rückruf betroffen sind", sagte der LGL-Sprecher. Allein in der Stadt Regensburg waren es nach Angaben der Stadt vom Dienstag 130 belieferte Betriebe - darunter Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. Hinzu kamen zudem acht Kantinen und Mensen, neun Senioren- und Pflegeheime, 41 Cafés und Imbissbetriebe und 54 Gastronomiepartner.

Ob die zurückgerufene Ware wirklich keimbelastet war, konnte die Stadt ebenfalls nicht sagen. Auch der Gastronomie-Großmarkt Hamberger mit Sitz in München habe die entsprechenden Lebensmittel als Vorsichtsmaßnahme sofort aus dem Verkauf genommen, sagte ein Sprecher des Großhändlers.

Bislang 58 Fälle von Listeriose in Bayern

Nach LGL-Angaben wurden dieses Jahr bislang 58 Fälle einer sogenannten Listeriose gemeldet. Die Patienten könnten sich aber auch durch andere keimbelastete Produkte infiziert haben, so das LGL.

Nachdem in der Ware der Firma Wilke wiederholt Listerien nachgewiesen wurden, war der Betrieb aus Nordhessen Anfang Oktober geschlossen worden. Drei Todesfälle werden mit dem Skandal in Verbindung gebracht.

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© BR

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