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Wildkatzen-Zählung im "Bundorfer Forst" startet | BR24

© Jürgen Thein

Wildkatze in den Haßbergen

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    Wildkatzen-Zählung im "Bundorfer Forst" startet

    Die bayernweit größte Wildkatzen Population lebt in den Haßbergen. Jetzt startet im "Bundorfer Forst" im Landkreis Schweinfurt das diesjährige Wildkatzen-Monitoring – und das hat für den gesamten Freistaat Modellcharakter.

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    Auf vier Pfoten pirschen sie durch ihr Revier. Zu Gesicht bekommt man sie nur selten. Im "Bundorfer Forst" nördlich von Birnfeld im Landkreis Schweinfurt lebt eine große Wildkatzen-Population. Um herauszufinden, wie viele Tiere es wirklich sind, startet nun eine Zählung.

    Wildkatzen werden durch Haare identifiziert

    Um die Wildkatzen ungestört zählen zu können, stellt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in den Landkreisen Rhön- Grabfeld, Haßberge und Schweinfurt insgesamt 300 Lockstöcke auf. Diese werden dabei vorher mit einer Baldrianessenz präpariert, die die Wildkatzen in der jetzigen Paarungszeit anlocken soll. Wenn sich die Tiere an dem Holz reiben, können an den Holzfasern Wildkatzenhaare hängen bleiben. Im Labor kann dann anhand der gefundenen Katzenhaare die DNA der einzelnen Tierhaare ermittelt werden.

    Forschungsprojekt mit Modellcharakter

    Alle sieben bis zehn Tage wollen ehrenamtliche Helfer die aufgestellten Lockstöcke kontrollieren und die Haare einsammeln. Bis Mitte April möchte die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft dadurch mehr über die Wildkatzen-Population und ihre Wanderwege erfahren. Bereits 2017 wurden durch die Lockstock-Methode 50 einzelne Wildkatzen in den Haßbergen identifiziert. Dieses Projekt soll künftig auch auf andere Regierungsbezirke ausgeweitet werden.

    Größte bayerische Population in den Haßbergen

    Laut einer Sprecherin des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums gäbe es bayernweit rund 700 Wildkatzen. Die größte Population würde in den Unterfränkischen Haßbergen leben. Weitere Tiere habe man außerdem im Spessart und in der Rhön gezählt.

    Viele der Tiere sind von Norden über den Harz und Thüringen eingewandert. Sie breiten sich nun auch langsam in Richtung Südbayern aus. Laut der Sprecherin hat sich die Population in Bayern in den vergangenen sieben Jahren erholt. 2013 gab es bayernweit nur zwischen 100 und 150 Wildkatzen.

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