BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Wilde Wegmarkierungen: Wanderer verirrt sich am Untersberg | BR24

© BRK BGL

Suche nach dem Vermissten Bergwanderer

Per Mail sharen

    Wilde Wegmarkierungen: Wanderer verirrt sich am Untersberg

    Die Bergwacht Marktschellenberg hat am Sonntag einen Mann aus dem Salzburger Pongau fünf Stunden lang am Untersberg gesucht - und dann gerettet. Der Wanderer hatte sich verirrt, weil neben dem Weg weiße Kreise an Bäumen und Steinen aufgemalt waren.

    Per Mail sharen

    Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg haben am Sonntagabend einen Mann aus dem Salzburger Pongau in einer fünf Stunden dauernden Aktion von der Südseite des Untersbergs im Kreis Berchtesgadener Land gerettet.

    Wanderer folgte inoffiziellen Wegmarkierungen

    Der Bergwanderer hatte sich beim Abstieg von der Toni-Lenz-Hütte verirrt, weil neben dem Weg weiße Kreise als inoffizielle, wilde Markierungen an den Bäumen und Steinen angebracht waren. Als die Kreise, die von anderen Bergsteigern als Markierung für wenig begangene Steige angebracht werden, außerhalb des Waldes endeten, fand der Mann in der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr weiter und wählte die Notrufnummer. Nach Stunden der Suche fanden die Einsatzkräfte den Mann schließlich auf dem alten und stellenweise verfallenen Kienbergsteig. Der Mann aus dem Salzburger Land wurde von der Bergwacht unverletzt ins Tal gebracht.

    Wilde Markierungen können tödliche Folgen haben

    © BRK BGL

    Wilde Wegmarkierungen haben den Mann in die Irre geführt

    Die Bergwacht Marktschellenberg musste heuer bereits fünf Verstiegene in diesem Gebiet retten und bittet alle Bergsteiger, keine inoffiziellen, wilden Wegmarkierungen im Gelände anzubringen, die Wanderer in die Irre führen können. Für Menschen, die den Markierungen aus Versehen folgen oder nicht wissen, auf was sie sich beim Abenteuer abseits des Wegs einlassen, kann der Ausflug ins freie Gelände lebensgefährlich werden und im schlimmsten Fall tödlich mit einem Absturz enden, warnt der Schellenberger Bereitschaftsleiter Martin Wagner.