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Urteil zu Verfolgungsjagd: Haftstrafen und Unterbringung | BR24

© BR/ Harald Mitterer

Zu mehrjährigen Haftstrafen sind die beiden Angeklagten verurteilt worden. Sie hatten sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert.

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Urteil zu Verfolgungsjagd: Haftstrafen und Unterbringung

Im Prozess um eine wilde Verfolgungsjagd hat das Landgericht Landshut die beiden Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und ordnete zugleich deren Unterbringung an. Sie waren von Bayreuth bis kurz vor Freising vor der Polizei geflüchtet.

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Vor dem Landgericht Landshut ist im Prozess um eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Bayern das Urteil gefallen. Die beiden Angeklagten wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, zugleich ordnete das Gericht deren Unterbringung an. Die beiden Männer waren von Bayreuth bis kurz vor Freising in einer halsbrecherischen Fahrt vor der Polizei geflüchtet.

Richter: "Dreiste Skrupellosigkeit"

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und anderer Delikte wurden die beiden Angeklagten zu drei Jahren und drei Monaten beziehungsweise zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Vorsitzende Richter am Landshuter Landgericht Ralph Reiter sprach in seiner Urteilsbegründung wörtlich von "dreister Gleichgültigkeit und Skrupellosigkeit". Nur durch viel Glück habe es keine Schwerverletzten und Tote gegeben.

250 Kilometer bis nach Freising, ohne Führerschein

Die halsbrecherische Flucht ist durch Videoaufnahmen dokumentiert. Verfolgt von Polizeihubschrauber und Streifenwagen rasten die beiden Männer im vergangenen Jahr in einem gestohlenen Wagen ohne Führerschein 250 Kilometer durch Bayern, bis sie bei Freising gestoppt werden konnten. Das Gericht ordnete mit dem Urteil heute eine Unterbringung der beiden mehrfach vorbestraften Männer in einer psychiatrischen Klinik und einer Erziehungsanstalt an. Die beiden Angeklagten nahmen zusammen mit ihren Anwälten das Urteil noch im Gerichtsaal an, ebenso die Staatsanwältin. Somit ist das Urteil rechtskräftig.

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