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Nach jahrelanger mühevoller Arbeit brüten wieder Waldrappe in Burghausen. Doch das Wiederansiedelungs-Projekt steht vor dem Aus.

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    Wiederansiedelung des Waldrapps in Burghausen in Gefahr

    Nicht hübsch, aber selten ist der vom Aussterben bedrohte Waldrapp. Vor fast 20 Jahren haben Naturschützer begonnen, den Vogel in Burghausen wieder anzusiedeln. Das Projekt ist mühsam, aber erfolgreich. Doch jetzt steht es vor dem Aus.

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    Von
    • Christine Haberlander

    Für Burghausen ist der Waldrapp eine Art Wappentier geworden. Vor fast 20 Jahren hat die Wiederansiedelung des vom Aussterben bedrohten Ibisvogels dort begonnen. Doch das erfolgreiche Tierschutzprojekt ist bedroht. Der Grund: Beantragte Fördergelder von der EU wurden nun zum zweiten Mal abgelehnt.

    Förderung für die kommenden Jahre fehlt

    Die erneute Ablehnung sei ernüchternd und nicht nachzuvollziehen, aber zu akzeptieren, sagt der Leiter des Waldrappteams Johannes Fritz. Die Zusage für die Förderung ab 2021 hätte die Wiederansiedelung des markanten Vogels mit dem roten Schnabel für sieben weitere Jahre gesichert. Ausschlaggebend für das Nein sind finanztechnische und organisatorische Aspekte. Das Projekt und die Ziele seien dagegen gut bis sehr gut bewertet worden, so Fritz. Noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben: Er wird ein drittes Mal um finanzielle Unterstützung bitten.

    Waldrapp-Kolonie ist fürs Überleben noch zu klein

    Derzeit leben an vier Standorten in Burghausen, am Bodensee, in Kärnten und in Kuchl bei Salzburg 140 Waldrappe. Etwa 350 Vögel wären nötig, um die Wiederansiedelung erfolgreich abzuschließen. Am Pulverturm der Burghauser Burg haben vier Brutpaare bereits für Nachwuchs gesorgt, 10 junge Waldrappe sind geschlüpft. Bis Mitte Juli können die Vögel dort auch von 16 bis 17 Uhr besucht werden – aber nur mit Nasen-Mund-Schutz.

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