Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Wieder Reh von wilderndem Hund gerissen | BR24

© BR / Lui Knoll

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es erneut einen Fall von Wilderei. Inzwischen sind es sechs Rehe und zwei Hirschkälber, die seit Januar zwischen Oberammergau und Bad Kohlgrub von frei laufenden Hunden schwer verletzt oder getötet wurden.

8
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wieder Reh von wilderndem Hund gerissen

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es erneut einen Fall von Wilderei. Inzwischen sind es sechs Rehe und zwei Hirschkälber, die seit Januar zwischen Oberammergau und Bad Kohlgrub von frei laufenden Hunden schwer verletzt oder getötet wurden.

8
Per Mail sharen
Teilen

Im Bereich einer Wildfütterung in Richtung des Pürschlings bei Unterammergau hat erneut ein Hund ein Reh gerissen. Die Jäger und Waldbesitzer laufen Sturm und appellieren an die Vernunft der Hundehalter. Anton Degele, Vorstand der Jagdgenossenschaft Bad Kohlgrub, sagte dem BR: "Wir appellieren an die Freizeitsportler, dass sie nicht zu jeder Zeit und auf jeder Route durch den Wald stapfen können. Das Wild ist stark geschwächt und kämpft ums Überleben."

Wildschutzgebiet beantragt

Die Jagdgenossenschaft Bad Kohlgrub und die Privatwaldgemeinschaft Oberammergau beantragen beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen ein Wildschutzgebiet nach dem Bayerischen Jagdgesetz. Das Verfahren wird einige Zeit dauern und führt dazu, dass Freizeitsportler sich nur noch auf ausgewiesenen Wegen und Pisten bewegen dürfen. Ein Betretungsverbot von ausgewiesenen Flächen zum Schutz der Rehe könnte im kommenden Winter vom 11. November bis 15. April 2020 gelten.

Hunde am Waldrand und im Wald anleinen

Bis ein behördliches Verbot kommt, gilt der Appell an Tourengeher und Wanderer, die Fütterungsplätze von Rehen und Hirschen zu meiden. Hundehalter sollen ihre Vierbeiner am Waldrand und im Wald anleinen.