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Landshuter Allee in München

Landshuter Allee in München

Bildrechte: picture alliance / dpa | Tobias Hase
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    Wieder mehr Überschreitungen beim Feinstaub in Bayern

    Er ist erwiesenermaßen gesundheitsschädlich: der Feinstaub. Nun wurden im Jahr 2021 an den bayerischen Messstationen wieder häufiger Überschreitungen des Tagesgrenzwerts ermittelt. Die Jahresgrenzwerte wurden aber eingehalten.

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    BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    In Bayern gab es im vergangenen Jahr wieder mehr Tage, an denen der gesundheitsschädliche Feinstaub an belasteten Straßen Grenzwerte überschritt. Die 33 Luftmessstationen, deren Daten beim Umweltbundesamt zugänglich sind, registrierten zusammen 108 Tage mit einem Mittelwert von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. 2020 waren es bei 32 Stationen nur 80 Überschreitungen.

    Häufigste Überschreitungen in Nürnberg, München und Passau

    Acht Tage mit Werten über 50 Mikrogramm im Jahr 2021 gehen dabei auf das Konto der neu geführten Messstation Passau Angerstraße, die damit gleichauf mit der Landshuter Allee in München die zweitmeisten Überschreitungstage aufweist. Die höchste Zahl an Überschreitungen gab es mit zehn in der Von-der-Tann-Straße in Nürnberg.

    Auf den Plätzen vier bis sechs im Negativranking folgen die Residenzstraße in Ansbach, das Rathaus in Regensburg und der Stadtring Süd in Würzburg mit je sechs Tagen. Vier Überschreitungstage gab es an Stachus und Lothstraße in München sowie am LfU und in der Karlstraße in Augsburg.

    Jahresgrenzwert wird eingehalten

    Insgesamt bleiben alle Messstationen aber im gesetzlich erlaubten Rahmen: Der Feinstaubwert darf die Grenze von 50 Mikrogramm im Tagesmittel nicht mehr als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. Hier hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verbessert, im vergangenen Jahrzehnt hatte es noch deutlich mehr Überschreitungen gegeben. So hatte die Landshuter Allee in München im Jahr 2013 noch 39 Überschreitungstage, die Von-der-Tann-Straße in Nürnberg 31.

    Feinstaub entsteht im Verkehr durch Verbrennungsmotoren, aber auch durch Reifenabrieb. Weitere Verursacher sind unter anderem Industrie, Kraftwerke und Holzöfen.

    Ein möglicher Grund für den Wiederanstieg ist der im Vergleich zum ersten Corona-Jahr wieder angestiegene Straßenverkehr. Allerdings hat auch das Wetter Einfluss auf die Feinstaubwerte.

    Die Anwohner der Angerstraße in Passau fordern unterdessen ein Durchfahrtsverbot für den Transit-Schwerlastverkehr. Max Moosbauer, Sprecher der Bürger-Initiative "Die Angerer" sagt in einem Statement: "Wir haben jeden Tag fast 40.000 Fahrzeuge vor unseren Haustüren. Beinahe in jeder Woche dramatische Unfälle mit Schwerlastern und jetzt auch noch schwarz auf weiß – die Gesundheit der Menschen am Anger ist hochgefährdet!"

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