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Wieder Ärger in Asylunterkunft in Waldkraiburg | BR24

© dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Erstaufnahme in Waldkraiburg

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Wieder Ärger in Asylunterkunft in Waldkraiburg

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Waldkraiburg ist es erneut zu Auseinandersetzungen und einem größeren Polizeieinsatz gekommen.

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Auslöser der Streitigkeiten in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Waldkraiburg war ein Streit zwischen Bewohnern und Verwaltungsangestellten. In der Folge waren zehn Streifenwagenbesatzungen vor Ort, um die Situation zu beruhigen.

Flüchtlinge im Zimmer geraucht und Alkohol getrunken

Nach Angaben der Polizei hatten sich vier Asylbewerber verbotenerweise in einem Zimmer in der Unterkunft in Waldkraiburg getroffen, um zu rauchen und alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Als dies ein Mitarbeiter der Erstaufnahmeeinrichtung entdeckte, sei er bedroht und beleidigt worden. Ein Asylbewerber habe ihm einen Kopfstoß ins Gesicht versetzt. Der Sicherheitsdienst brachte die Situation unter Kontrolle und rief die Polizei.

Daraufhin habe die Ehefrau eines der Ertappten einen Verwaltungsangestellten geohrfeigt und eine Kaffeetasse nach ihm geworfen. Der Mitarbeiter schickte sie aus dem Büro und wollte die Tür versperren. Dabei zwickte er laut Polizei versehentlich einen Finger der Frau in der Tür ein. Hierauf habe der Ehemann dem Mitarbeiter mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Asylbewerber versammeln sich vor Erstaufnahme

In der Folge versammelten sich am Eingang der Waldkraiburger Erstaufnahemeinrichtung etwa 40 bis 50 Asylbewerber. Diese diskutierten lautstark untereinander und mit dem Sicherheitspersonal. Die Lage beruhigte sich dann zwar relativ schnell wieder. Die Polizei bleib dennoch mit mehreren Streifenwagenbesatzungen bis in den Abend hinein vor Ort. Die Beamten ermitteln nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Maßnahmen gegen Gewalt in Unterkunft in Waldkraiburg

Anfang Juni hatte es in der Einrichtung einen Großeinsatz von rund 150 Polizisten gegeben. Aus den Zimmern sollten aus Brandschutzgründen Kühlschränke entfernt werden. Dagegen protestierten zahlreiche Bewohner heftig. Unter anderem warfen sie Möbel auf Beamte und zerschlugen Fensterscheiben.

Nach Angaben der Stadt Waldkraiburg wurden seitdem verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die Situation zu verbessern: So seien unter anderem mehr Sicherheitskräfte vor Ort. Die Einrichtung werde nur noch zu 80 Prozent belegt, und es werde auf ein ausgeglichenes Verhältnis der Nationalitäten geachtet. Für die Bewohner gebe es Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitserlaubnisse sowie einen eigenen Bolzplatz und zusätzliche Aufenthaltsflächen.